Entkalkungsanlage | 20 Minuten Lesezeit
Wasserenthärtungsanlage ohne Salz – Kalkschutzgeräte unter der Lupe [umfassende Analyse]
Verfasst von Rista Petrović – Inhaber von Aqua Unimat e. K.
Klickbares Inhaltsverzeichnis
Wie funktioniert eine Entkalkungsanlage ohne Salz?
Nachhaltigkeit vs. Effektivität: Vorteile und Nachteile von Enthärtungsanlagen ohne Salz
Kundenbewertungen und Erfahrungen mit Wasserenthärtern ohne Salz
Wasserenthärtungsanlage mit Salz vs. ohne Salz: Wer macht das Rennen?
Fazit: Enthärtungsanlagen ohne Salz sind gut, aber mit Salz sind besser
Niemand wünscht sich Kalkprobleme in den eigenen vier Wänden. „Klassischen“ Wasserenthärtungsanlagen mit Salz wird jedoch vorgehalten, die Umwelt mit Natrium zu belasten.
Darum suchen jeden Monat Tausende Menschen auf Google nach „wasserenthärtungsanlage ohne salz“ für ihr Ein- oder Mehrfamilienhaus oder fürs Geschäft.
Aber: Wussten Sie, dass es sich bei dieser Suchanfrage um einen Widerspruch in sich selbst handelt?
Denn tatsächlich gibt es keine „Wasserenthärtungsanlage ohne Salz“ oder „Entkalkungsanlage ohne Salz“.
Wohl gibt es Kalkschutzanlagen, auch „Kalkwandler“ oder „Kalkumwandler“ genannt.
Diese arbeiten zwar ohne Salz oder Chemie, ja, doch eine Wasserentkalkung/Wasserenthärtung findet nicht statt!
Vielmehr kommt es zur sogenannten Härtestabilisierung.
Dieser Umstand sorgt scheinbar für Verwirrung.
So zeigen die zahlreichen widersprüchlichen Suchanfragen, dass vielen Menschen das Konzept der Kalkschutzanlagen noch nicht zu 100 % verständlich ist.
Darum unterziehe ich Kalkumwandler einer genauen Überprüfung und beantworte die folgenden 3 Fragen für Sie:
- Wie funktionieren Kalkschutzgeräte?
- Vermögen sie Ihr Kalkproblem zu lösen?
- Sind sie besser als „traditionelle“ Entkalkungsanlagen mit Salz?
In ein paar Minuten wissen Sie all das – und vieles mehr!
Tipp: Lesen Sie insbesondere das Kapitel „Wasserenthärtungsanlage mit Salz vs. ohne Salz: Wer macht das Rennen?“, um die Vor- und Nachteile beider Gerätetypen zu verstehen.
Für einen leichteren Lesefluss werde ich die gängigen Bezeichnungen „ohne Salz“ verwenden und uns die eigentlich nötigen Gänsefüßchen ersparen.
Also …
Wie funktioniert eine Entkalkungsanlage ohne Salz?
Zugegeben, die Frage ist eigentlich missverständlich formuliert, denn es gibt nicht nur eine Funktionsweise. Wie eine Kalkschutzanlage funktioniert, hängt vom zugrundeliegenden Verfahren ab.
Gemäß der Dresdner Studie des Technologiezentrums Wasser (TZW) vom Januar 2003 unterscheiden wir zwischen 4 Verfahren der Härtestabilisierung:
Durch Klick springen Sie zum entsprechenden Verfahren:
Diese 4 Verfahren folgen dem gleichen Prinzip: der Bildung von Impfkristallen.
An diesen Impfkristallen können sich die im Wasser befindlichen Kalzium- und Magnesiumionen (=Kalk) anlagern und es entstehen Kalkkristalle – für uns optisch unmöglich zu erkennen.
Gut zu wissen:
Die entstandenen Kalkkristalle sollen dafür sorgen, dass sich weniger Ablagerungen von Kalk an Oberflächen wie Armaturen oder Ihrer Haut absetzen können. Mit der Wasserentnahme finden die Kristalle dann ihren Weg aus Ihrem Haushalt oder Geschäft.
Gegenwärtig ist es jedoch noch nicht möglich, die Bildung von Kristallkeimen nachzuweisen. Daher kann die Funktionsfähigkeit eines Kalkumwandlers nur anhand seiner Wirksamkeit belegt werden.
So weit, so gut!
Worin unterscheiden sich dann die 4 Verfahren der Härtestabilisierung? In der Art und Weise, wie sie Impfkristalle bilden!
Magnetische Wasserenthärtung: Ein Schlag ins Wasser?
Wie funktioniert die magnetische bzw. physikalische Wasserenthärtung? ChatGPT gibt uns die Antwort in 5 Schritten:
- Anbringung von Magneten oder stromführenden Drähten: Magneten oder elektrisch betriebene Vorrichtungen werden entweder außen an Wasserrohren angebracht oder im Inneren von durchströmten Geräten platziert.
- Einwirkung auf das Wasser: Die Magneten oder elektrischen Felder sollen das Wasser durchdringen und dabei die Kristallstruktur der gelösten Kalkpartikel verändern.
- Beeinflussung der Kristallbildung: Es wird angenommen, dass unter dem Einfluss magnetischer oder elektrischer Felder die bevorzugte Kristallform des Kalks von der würfelförmigen Calcitform zur nadelförmigen Aragonitform verschoben wird.
- Verhinderung von Ablagerungen: Die Veränderung der Kristallform soll dazu führen, dass sich weniger Kalk an den Innenwänden von Rohren und Apparaten absetzt. Dies soll die Bildung von Kesselstein reduzieren und die Rohre freier halten.
- Transport von Kristallen mit dem Wasserfluss: Die losgelösten Aragonitnadeln sollen mit dem Wasserfluss wegtransportiert werden, anstatt sich als feste Ablagerungen anzusammeln.
Der Stand heute entspricht dem vor 2 Jahrzehnten: Kein Modellansatz konnte jemals in den über 100 (vor allem in Russland) durchgeführten Studien zufriedenstellend bestätigt werden. In einzelnen wissenschaftlichen Arbeiten konnten lediglich Einzeleffekte nachgewiesen werden.
Diese Ergebnisse reichen jedoch nicht, um konkrete und allgemeingültige Anwendungsfelder für magnetische Kalkwandler nennen zu können.
Das ist auch das Fazit einer spanischen Studie aus dem Jahr 2021. So müsse aufgrund der vielen Einflussfaktoren (z. B. pH-Wert, Magnetfeldstärke, Wasserfluss etc.) die Wirksamkeit bei jeder einzelnen Anlage immer einzeln getestet werden.
Daher verwundert es auch nicht, dass die Stiftung Warentest schon im Jahr 2000 physikalische Entkalkungsanlagen ohne Salz (fürs Haus) als „ein Schlag ins Wasser“ bezeichnete. Die Wasserentkalkung ohne Salz überzeugte nicht.
Hinzu kommt die wacklige theoretische Fundierung des magnetischen Verfahrens. Folgender Artikel erklärt Ihnen die derzeitige Sachlage unverblümt und zugleich sachlich.
Unsere Entkalkungsanlage mit Salz löst Ihr Kalkproblem – wissenschaftlich bewiesen.
Nicht alle Enthärtungsanlagen sind gleich. Unsere Anlagen bedürfen keiner kostenpflichtigen Wartung und überzeugen mit exakt kontrollierbaren Natriummengen. Erfahren Sie jetzt mehr!
Vom Kalk zum Kristall: Elektrochemische Kalkumwandler
Anders als bei den physikalischen Anlagen bauen elektrochemische Wasserenthärter ohne Salz auf die Elektrolyse bzw. Unterspannungsabscheidung.
Gut zu wissen:
Die Elektrolyse ist ein Verfahren, bei dem elektrischer Strom verwendet wird, um eine chemische Reaktion zu erzwingen. Dabei wird elektrische Energie in chemische Energie umgewandelt.
Die Elektrolyse und die Unterspannungsabscheidung setzen beide die gleichen zwei Prozesse in Gang:
- Es bilden sich OH- Ionen an der Kathode (Minuspol).
- Es sammeln sich Wasserstoffionen an der Anode (Pluspol).
Sowohl durch die Elektrolyse als auch die Unterspannungsabscheidung kommt es zu einer pH-Wert-Zunahme an der Kathode, was in die lokale Übersättigung und den Ausfall von CaCO3-Kristallkeimen (Kalziumkarbonat = Kalk) mündet.
Die Mikrokristallkeime müssen nun von der Kathode ins Trinkwasser gelangen, was entweder durch eine Bürste oder durch eine Polumkehr erfolgt.
Die wissenschaftliche Grundlage bei den elektrochemischen Systemen ist leider dünn.
„Wie sieht es denn mit Praxistests aus?“, mögen Sie sich fragen.
Nicht besser.
So konnten bislang nur wenige Anlagen ihre Wirksamkeit im Einklang mit dem DVGW-Standard W 512 nachweisen.
Gut zu wissen:
Das DVGW-Prüfzeichen gemäß W 512 (auch in Verbindung mit dem DIN- und GS-Zeichen) stellt sicher, dass die Wirksamkeit, Funktionalität und hygienische Unbedenklichkeit gegeben sind.
Hinzu kommt, dass diese Technologie (Stand heute) nicht für die Kommerzialisierung geeignet ist, aufgrund von Einschränkungen wie …
- der Notwendigkeit einer großen Kathodenfläche,
- der Existenz einer Grenzstromdichte und
- der regelmäßigen Reinigung der Kathodenoberfläche für den kontinuierlichen Betrieb.
Ähnlich kritisch sieht es bei den Tests des nächsten Typs von Wasserenthärtungsanlagen ohne Salz aus.
Elektrogalvanische Systeme: Wirksamkeit umstritten
„In elektrogalvanischen Systemen wird mittels einer Opferanode aus Zink, Magnesium oder Legierungen ähnlicher Eigenschaften gegen eine edlere Gehäusewand eine Potenzialdifferenz aufgebaut. Es fließt ein Korrosionsstrom, der das Zink auflöst.“
Dr.-Ing. Burkhard Wricke & Dipl.-Ing Wolfgang Baumgardt (2003)
Klingt kompliziert, oder?
Keine Sorge.
Wichtig für Sie ist, dass laut dem Bayerischen Bundesamt für Umwelt auch im Jahr 2010 noch keine DVGW-Zertifizierung für elektrogalvanische Kalkschutzgeräte vorlag.
Ich habe lange nach Studien zu diesen Anlagen gesucht und nur eine einzige gefunden: Eine 9-seitige Seminararbeit an der Universität Maribor. Wirklich aussagekräftig ist die Sachlage also nicht.
Gehen wir über zum 4. Kalkschutzverfahren.
Heterogene Katalyse: Potenzial und Risiko
Die gute Nachricht zuerst: In den wenigen vorhandenen Studien konnte die Wirksamkeit von auf der heterogenen Katalyse basierenden Anlagen in Einzelfällen nachgewiesen werden. Zudem gibt es nach dem DVGW-Merkblatt 512 zertifizierte Produkte auf dem Markt.
Hurra!
Was genau passiert also bei diesem Verfahren?
Ziel ist wieder, die Bildung von Kalkkristallen zu bewirken. Dafür geht Katalysatorgranulat ins harte Wasser, an wessen Granulatoberfläche die Kristalle entstehen.
Erreichen die Kalkkristalle eine bestimmte Größe, fallen sie ab und schwimmen im Wasserkörper mit.
Daher gebe ich gerne zu, dass es sich hierbei um ein valides Wasseraufbereitungsverfahren handeln kann! Aber …
Sie sollten die Wirksamkeit in jedem Fall überprüfen lassen bzw. beobachten und auf eine Rückgabemöglichkeit achten. Denn laut den DVGW-Tests leisten nicht alle Wasserentkalkungsanlagen ohne Salz dieser Art, was sie versprechen.
„Warum gibt es Entkalkungsanlagen mit Salz überhaupt noch, wenn doch bereits ein paar wirksame und umweltfreundliche Kalkschutzanlagen auf dem Markt sind?“, mögen Sie sich jetzt mit Recht fragen.
Nachhaltigkeit vs. Effektivität: Vorteile und Nachteile von Enthärtungsanlagen ohne Salz
Folgende 3 Vorteile einer (wirksamen) Wasserenthärtungsanlage ohne Salz sind unbestritten:
- Umweltfreundliche Wasserbehandlung: Keine Chemikalien kommen zum Einsatz. Der Natriumgehalt und der gesunde Kalzium- und Magnesiumgehalt im Wasser bleiben gleich. Zudem entsteht kein zusätzliches Abwasser.
- Platzersparnis: Ein Kalkumwandler kommt meist direkt an die Trinkwasserleitung. Eine Abwasserleitung ist selten nötig. Außerdem gibt es keinen Vorratsbehälter oder ein ähnlich platzraubender Bestandteil.
- Wartungsfreiheit: Zahlreiche Wasserenthärter ohne Salz sind komplett wartungsfrei. Sie müssen lediglich alle paar Jahre das Granulat oder bestimmte Bauteile austauschen.
Hört sich nach überzeugenden Gründen für einen Kauf an, oder?
Aber: Kennen Sie das Sprichwort „Wo gehobelt wird, da fallen Späne?
Und die fallen bei Kalkwandlern leider zuhauf! Besprechen wir also auch die Nachteile … doch zuvor eine Frage an Sie:
Durch Klick springen Sie zum entsprechenden Nachteil:
- Wasserenthärter ohne Salz haben eine begrenzte Wirksamkeit.
- Die Wasserentkalkung ohne Salz ist häufig mit hohen Anschaffungskosten verbunden.
- Es bestehen Unsicherheiten über die Langzeitwirkung.
- Die Wirksamkeit von vielen Wasserentkalkungsanlagen ohne Salz ist umstritten.
- Bei der Wasserenthärtung ohne Salz „überlebt“ bereits bestehender Kalk.
Nachteil #1: Wasserenthärter ohne Salz haben eine begrenzte Wirksamkeit
Kalkschutzanlagen ohne Salz enthärten Ihr Wasser nicht.
Stattdessen bilden sie Kalkkristalle im Wasser – jedenfalls die wenigen Anlagen, die funktionieren.
Das oft unzureichende Ergebnis ist, dass …
- seltener Kalkablagerungen entstehen.
- sich die gebildeten Ablagerungen leichter wegwischen lassen.
Im Klartext: Kalkumwandler lindern Ihr Kalkproblem, sie lösen es aber nicht!
Ihre Wasserhärte bleibt unverändert, da der Kalk in Ihrem Trinkwasser verbleibt.
Das heißt, dass Sie wahrscheinlich auch weiterhin …
- die Folgen kalkhaltigen Wassers für Ihre Haare und harten Wassers für Ihre Haut ertragen müssen, wenn auch in geringerem Maß.
- eingefressenen Kalk händisch entfernen müssen, wenn auch mit etwas weniger Mühe.
- den Geschmack beim Trinken kalkhaltigen Wassers hinnehmen müssen, sollte Ihnen dieser nicht gefallen.
- Rohrbrüche aufgrund von Kalk befürchten müssen, wenn auch etwas seltener.
Daher können in Regionen mit besonders hartem Wasser diese Anlagen in manchen Haushalten oder Geschäften nicht ausreichend wirksam sein.
Nachteil #2: Die Wasserentkalkung ohne Salz ist häufig mit hohen Anschaffungskosten verbunden
Kalkumwandler sind meist teuer. Rechnen können Sie mit Anschaffungskosten von 1.000-4.000 €.
Sollten Sie bereit sein, diese Kosten zu tragen, dann sollten Sie unbedingt auf eine Rückgabemöglichkeit bei Nichtwirkung achten. Denn vergessen Sie nicht, dass viele Entkalkungsanlagen ohne Salz nicht zertifiziert sind.
Nachteil #3: Es bestehen Unsicherheiten über die Langzeitwirkung
Es gibt nur wenige Langzeittests bzgl. der Wirksamkeit von Enthärtungsanlagen ohne Salz. Das hängt bestimmt auch mit der Schwierigkeit der erwähnten objektiven Messung der Kalkschutzeffekte zusammen.
Der längste mir bekannte Test ging über 18 Monate und es handelte sich dabei um einen Kalkumwandler auf Basis der heterogenen Katalyse.
Nachteil #4: Die Wirksamkeit von vielen Wasserentkalkungsanlagen ohne Salz ist umstritten
Wie Sie im vorherigen Kapitel gelesen haben, konnte bis dato die Wirksamkeit nur 2 der 4 existierenden Kalkschutzverfahren bestätigt werden – und das auch nur bei einer Handvoll Produkten!
Rein wissenschaftlich betrachtet steht die Wasserentkalkung ohne Salz auf wackeligen Beinen.
Rein praktisch betrachtet sieht es nicht besser aus.
Die Sachlage müsste Ihnen also mittlerweile klar sein: Der Kauf einer Entkalkungsanlage ohne Salz für Ihr Haus oder Geschäft ist unweigerlich mit einem Risiko verbunden. Punkt.
Dazu gesellt sich noch ein weiterer, belangreicher Nachteil.
Nachteil #5: Bei der Wasserenthärtung ohne Salz „überlebt“ bereits bestehender Kalk
Lösen Kalkwandler bestehenden Kalk?
Nein, das können diese nicht.
Kurz: Kalkschutzanlagen vermindern die Bildung neuer Kalkablagerungen. Dagegen werden bei der Wasserenthärtung mit Ionenaustauscher auch bereits bestehende Ablagerungen entfernt.
Diesen Zusammenhang verdeutlicht auch der englische Begriff für Kalkschutzgeräte: „Limescale Inhibitors“ (Kalkverhinderer).
Die vielen Nachteile führen logischerweise zu Diskussionen. Wie waren die Erfahrungen von Nutzerinnen und Nutzern von Entkalkungsanlagen ohne Salz in ihren Häusern?
Kundenbewertungen und Erfahrungen mit Wasserenthärtern ohne Salz
Einige Personen schwören auf die Wirksamkeit von Enthärtern ohne Salz. So auch Karl Zimit von der Wissenscommunity von Stern:
Leider funktioniert die erwähnte URL nicht, sonst hätte ich den Blogartikel hierzu gerne gelesen.
Ein anderer Befürworter bestätigt, was ich vorhin bereits erläutert hatte: Kalkumwandler lösen keine Kalkprobleme, sie lindern diese nur:
Die komplette Diskussion finden Sie hier.
Ich habe noch ein weiteres Forum besucht. In diesem Thread wird bereits seit 2021 diskutiert.
Der User „Socko“ bestätigte dort, was genau Kalkumwandler bewirken können und wo deren Grenzen liegen:
Darüber hinaus fehlen auch nicht diejenigen, die wenig von Kalkschutzanlagen halten.
„Und Übrigens: auch bei den Anlagen mit W 512 muss man sehr genau schauen, was genau das aussagt.... Zudem sagen meines Wissens [die Herstellerfirmen], dass auch dieser mittels Impfkristallen ausgeschwemmte Kalk möglichst schnell entfernt werden muss von Oberflächen, denn sonst trocknet der genauso fest und macht hässliche Ränder. Ich würde mir keins von denen einbauen, gerade beim Maicat frage ich mich, wie es mit der Hygiene aussieht, wenn da ein Granulat mit riesiger Oberfläche jahrelang bei Raumtemperatur steht [...]“
User Katrin (verbatim übernommen aus HaustechnikDialog-Sammelthread)
Kalkschutz bleibt also ein polarisierendes Thema!
Nach Wissenschaft vs. Erfahrungsberichte und Befürworter vs. Kritiker kommen wir nun zum spannendsten Abgleich.
*Trommelwirbel*
Zweifeln Sie ebenfalls an der Wasserentkalkung ohne Salz?
Dann sind unsere Ionentauscheranlagen genau das Richtige für Sie. Modern, langlebig und effizient – das sind nur drei der vielen positiven Eigenschaften. Kontaktieren Sie uns noch heute für ein kostenloses & unverbindliches Beratungsgespräch!
Wasserenthärtungsanlage mit Salz vs. ohne Salz: Wer macht das Rennen?
Sie kennen mittlerweile alle Vorteile einer Wasserentkalkungsanlage ohne Salz:
- umweltfreundliche Wasserbehandlung
- Platzersparnis
- Wartungsfreiheit
Genau diese 3 Aspekte sollen die Nachteile von Enthärtungsanlagen mit Salz (= Ionenaustauschern) darstellen.
Aber: Stimmt das wirklich?
Belasten Wasserenthärtungsanlagen mit Salz die Umwelt?
Ein Ionentauscher ist nicht per se umweltschädlich.
Die Anlagen tauschen die Magnesium- und Kalziumionen in Ihrem Trinkwasser mit Natriumionen aus. Dabei kommt auch Chlorid ins Wasser, weshalb die Menge an Natriumchlorid, auch „Kochsalz“ genannt, zunimmt.
Natürlich kann die Zugabe von „Kochsalz“ in Süßwasser das Milieu des Wassers ungünstig verändern. Allerdings haben Studien gezeigt, dass die Menge an abgegebenem Salz auch vernachlässigbar sein kann.
Es kommt immer auf den Einzelfall und die betrachtete Region an: Wie hoch ist die Gesamtbelastung mit Natriumchlorid? Welcher Anteil davon kommt von Ionenaustauschern?
Z. B. liegen im Münchener Wasser die Durchschnittwerte von Natrium und Chlor meilenweit von den Grenzwerten entfernt.
Des Weiteren überschreitet auch das in einzelnen Haushalten freigesetzte Natrium nur in seltenen Fällen den maximal zulässigen Grenzwert von 200 mg/l (gemäß der Trinkwasserverordnung). Dafür sind schon rein mathematisch betrachtet übermäßig hartes Wasser (über 30 °dH) und eine nahezu vollständige Entkalkung erforderlich.
Aber …
„Aufgrund der Natriumfreisetzung und weil Kalzium- und Magnesiumionen für den Körper gesund sind, empfehlen wir unseren Kundinnen und Kunden, stets eine Resthärte im Trinkwasser zu belassen. Eine vollständige Entkalkung würde über das Ziel hinausschießen.“
Rista Petrović, Gründer von Aqua Unimat®
Auch der Wasserverbrauch einer Enthärtungsanlage mit Salz wird im Internet mancherorts überspitzt dargestellt. Früher mögen die hohen Werte auch gestimmt haben, doch moderne Ionentauscher verbrauchen weniger als ein Drittel des Wassers als ältere Modelle.
Bei einer Aqua Unimat Wasseraufbereitungsanlage wird gerade einmal 1 Liter Abwasser pro 100 l (!) enthärteten Wassers produziert. Das ist ein Verhältnis von 100:1 und damit fast so sparsam wie Kalkschutzanlagen (die gar kein Abwasser herstellen). Dafür wird Ihr Trinkwasser auch tatsächlich weich!
Die größten Abwassermengen entstehen hingegen bei Osmose-Wasserfiltern, bei denen das Abwasserverhältnis im besten Fall 1:2 darstellt, also 2 Liter Abwasser pro 1 Liter gefilterten Wassers!
Verglichen damit lässt sich der Einbau einer Enthärtungsanlage mit Salz sicherlich rechtfertigen. Zudem erleiden Sie so nicht die Nachteile einer Osmoseanlage oder eines Kalkwandlers.
Nehmen Ionenaustauscher viel Platz ein?
Ein Ionentauscher nimmt nicht per se viel Platz ein.
So hat unser Verkaufsschlager, der AU-100X, die folgenden Maße: 32 cm (Breite) x 53 cm (Tiefe) x 68 cm (Höhe).
Auch wenn ein Kalkwandler platzsparender ist: Niemand hatte bei uns jemals Probleme, diese recht kompakte Anlage im Keller an der Hauptleitung installieren zu lassen.
Erfordern Entkalkungsanlagen mit Salz häufige, kostspielige Wartungen?
In vielen Fällen stimmt es: Entkalkungsanlagen mit Salz sollten gemäß Richtlinie DIN EN 806-5 mindestens halbjährig gewartet werden.
Viele Unternehmen in dieser Branche bieten darum auch eigene, kostenpflichtige und häufig jährliche Wartungsdienste an. Das ist nicht nur bei qualitativ schwachen Billiganlagen der Fall. Die regelmäßigen Wartungen kosten Sie ca. 100-200 Euro.
Nicht bei Aqua Unimat.
„Unsere Enthärtungsanlagen regenerieren sich vollautomatisiert. Die Regeneration desinfiziert das Austauscherharz und bereitet es für die weitere Behandlung von Kalk vor. Bei Aqua Unimat müssen Sie daher weder Zeit noch Kosten für Wartungen aufwenden – versprochen.
Rista Petrović, Gründer von Aqua Unimat®
Überzeugt von den Vorteilen unserer wartungsarmen Anlagen?
Unsere Enthärtungsanlagen mit Salz lösen Ihr Kalkproblem langfristig und effizient. Kontaktieren Sie uns noch heute!
Die Vor- & Nachteile auf einen Blick
In der folgenden Tabelle habe ich Ihnen die wichtigsten Vor- und Nachteile von Entkalkungsanlagen mit und ohne Salz resümiert.
Logischerweise verwende ich als Benchmark hauseigene Enthärtungsanlagen:
| Verfahren | Vorteile | Nachteile |
|---|---|---|
| Wasserentkalkung | • macht Wasser nachweislich weich
• Wasserhärte genau festlegbar • 20-35 Jahre funktionstüchtig • keine kostenpflichtigen Wartungen • ein Anteil der Magnesium- und Kalziumionen verbleibt im Wasser |
• Natriumchlorid gelangt ins Wasser
• nimmt etwas Raum im Keller ein • Montagekosten, wenn kein Selbsteinbau erwünscht |
| Härtestabilisierung | • Magnesium- und Kalziumionen verbleiben im Wasser
• platzsparend • umweltschonend |
• enthärtet nicht, Wasserhärte bleibt gleich
• Wirksamkeit vieler Produkte umstritten • hohe Anschaffungskosten • bestehende Kalkablagerungen verbleiben • erspart nicht die Reinigung von Oberflächen |
Nun, da Sie vollends informiert sind, teilen Sie wahrscheinlich das folgende …
Fazit: Enthärtungsanlagen ohne Salz sind gut, aber mit Salz sind besser
Die Wasserenthärtung ohne Salz oder Chemie folgt einem löblichen Grundgedanken: Kalkprobleme lösen ohne Umweltauswirkungen.
Doch leider scheitern Kalkschutzanlagen bislang an dieser Aufgabe.
Die Wirksamkeit bleibt ungewiss:
- Das DVGW-Prüfzeichen erhielten nur wenige Produkte.
- Noch weniger Geräte konnten in Studien nachweislich überzeugen.
- Langzeitstudien bzgl. der Effektivität fehlen.
- Die theoretische Grundlage zahlreicher Geräte weist logische Schwächen auf.
Hinzu kommt, dass selbst DVGW-zertifizierte Kalkschutzanlagen Ihr Kalkproblem nicht lösen, sondern nur lindern können!
Darum müssen Entkalkungsanlage auf Basis von Regeneriersalz die klaren Gewinner in diesem Vergleich sein.
Sie wollen gerne Ihre Wasserhärte in den Griff bekommen? Sie plagt jedoch ein schlechtes Gewissen wegen der Umwelt, weshalb Sie Anlagen mit Salz bisher gemieden haben?
Scheren Sie nicht alle Ionentauscher über einen Kamm.
Eine Aqua Unimat Wasserenthärtungsanlage mit Salz ist die optimale Lösung für Sie.
Sie erhalten …
- eine effektive und langfristige (20-35 Jahre) Enthärtung Ihres harten Leitungswassers.
- eine moderne Enthärtungsanlage, die kaum Platz im Keller einnimmt.
- die Möglichkeit, die abgegebenen Natriumchloridmengen exakt zu steuern.
- ein Gerät, das vernachlässigbare Abwassermengen produziert.
- eine wartungsarme Anlage, bei der keine teure, jährliche Wartung anfällt.
Was werden Sie also demnächst googeln: „wasserenthärtungsanlage ohne salz“ oder doch eher „aqua unimat“?
Die meisten Tests und Studien zeigen: Eine Wasserenthärtungsanlage ohne Salz ist selten eine Alternative.
Unsere Enthärtungsanlagen mit Salz Unimat sind effektiv, fair bepreist und wartungsarm. Überzeugen Sie sich selbst – genauso wie schon Tausende andere Kundinnen und Kunden.
FAQ: Wasserenthärtungsanlage ohne Salz
Was spricht gegen eine Wasserenthärtungsanlage?
Gegen eine Wasserenthärtungsanlage sprechen unter anderem die Montagekosten, sollten Sie sich nicht für den Selbsteinbau entscheiden. Zudem kann der Einsatz von Regeneriersalz die Umwelt belasten, wenn Sie an Ihrer Entkalkungsanlage eine zu starke Enthärtung bzw. zu niedrige Resthärte einstellen (lassen).
Wie funktioniert Entkalkung ohne Salz?
Die Entkalkung ohne Salz kann durch verschiedene Verfahren erfolgen, die unterschieden werden in:
- Magnet- und Elektrofeldsysteme
- Elektrochemische Systeme
- Elektrogalvanische Systeme
- Heterogene Katalyse
Gemeinsam haben diese Methoden, dass Sie ohne Salz arbeiten und Ihr Wasser nicht enthärten. Stattdessen bilden sie Kalkkristalle, die Kalkablagerungen lindern sollen. Ihre Wasserhärte bleibt gleich.
Wie gut sind Enthärtungsanlagen ohne Salz?
Streng genommen gibt es keine Enthärtungsanlagen bzw. Wasserentkalkung ohne Salz, sondern sogenannte Kalkschutzgeräte oder Kalk(um)wandler. Diese sollen eine Alternative für diejenigen bieten, die besonderen Wert auf natriumarmes Trinkwasser legen. Derartige Geräte können zwar u. U. Kalkablagerungen etwas lindern, jedoch Kalkprobleme nicht vollends lösen. Zudem variiert ihre Leistung je nach Aufbereitungsverfahren und den individuellen Wasserbedingungen.
Was sagt die Stiftung Warentest zu Entkalkungsanlagen ohne Salz?
Im Jahr 2000 testete die Stiftung Warentest 13 physikalische Entkalkungsanlagen ohne Salz. Das Ergebnis: Nur 3 Geräte konnten ihre Wirksamkeit demonstrieren, während die restlichen 10 ein „mangelhaft“ attestiert bekamen. Lesen Sie sich gerne den kompletten Artikel (als PDF-Datei verfügbar) durch. An der Sachlage hat sich in den letzten 2 Jahrzehnten nichts geändert.
Wie funktioniert eine Entkalkungsanlage mit Salz?
Eine Entkalkungsanlage mit Salz funktioniert durch Ionenaustausch. Das Wasser fließt durch einen Tank mit einem Austauscherharz, das Calcium- und Magnesiumionen (=Kalk) bindet und gegen Natriumionen austauscht. Dadurch sinkt Ihre Wasserhärte.
Das Salz wird verwendet, um die Harzkapazität regelmäßig zu regenerieren, indem es die aufgenommenen Mineralien auswäscht. So macht die Regeneration das System wieder einsatzbereit.
Aqua Unimat Gründer
Rista Petrović
Rista Petrović, Aqua Unimat Gründer, hat bereits mehr als 25 Jahre Erfahrung in der Wasserenthärtung gesammelt. Als langjähriger Wasserprofi kennt er alle Tipps und Tricks und verrät sie Ihnen in seinen Artikeln.
Ratgeber: Wasser enthärten