Aqua Unimat

Entkalkungsanlage | 13 Minuten Lesezeit

Wasser enthärten, aber richtig: Ein umfassender Ratgeber [vom Wasser-Profi verfasst]

Verfasst von Rista Petrović – Inhaber von Aqua Unimat e. K.

Nach dem Enthärten von Wasser vom weiches Leitungswasser aus dem Wasserhahn

„Wasser enthärten“ ist ein Thema, das nicht nur Sie interessiert, sondern tausende Menschen Monat für Monat googlen.

Screenshot des Suchvolumens von "wasser enthärten"
Quelle: Screenshot Google Ads Planner

Das ist auch kein Wunder. Denn Statistiken nach liegt die durchschnittliche Wasserhärte in Deutschland mit 16 °dH über dem Schwellenwert von 14 °dH – Das Leitungswasser ist somit hart!

Berechtigterweise fragen Sie sich also, ob und wie Sie Ihr hartes Wasser weich machen können.

Leider finden Sie im Internet auf Info-Portalen viele von Laien geschriebene Artikel, die mitunter Fehlinformationen enthalten.

Darum möchte ich mit Ihnen meine über 25-jährige Branchen­erfahrung und relevante studienbasierte Informationen teilen!

In diesem umfassenden Ratgeber erkläre ich Ihnen, warum Wasser­enthärtung wichtig ist, welche Enthärtungsmethoden es gibt (& welche nicht funktionieren) und was potenzielle Umweltauswirkungen sein können. Zudem zeige ich Ihnen, wie Sie Ihre Wasserhärte messen können und wo Sie weiterführende Informationen zum Thema „Wasserenthärtung“ finden.

Tipp: Setzen Sie sich für diesen Artikel ein Lesezeichen in Ihren Browser (Chrome, Firefox, Edge, Safari), damit Sie diesen umfassenden Ratgeber immer zur Hand haben.

Viel Spaß beim Lesen!

Warum Wasser enthärten: häufige Wasserhärteprobleme

„Wasserenthärtungsanlagen lohnen sich nicht. Die kosten mehr als sie einsparen.“

Diesen oder ähnliche Sätze lese und höre ich oft.

Doch das stimmt nicht.

Tatsächlich amortisieren sich Wasserenthärtungsanlagen je nach Informationsquelle bereits nach 5-10 Jahren und bringen Ihnen danach sogar Jahr für Jahr Kostenein­sparungen.

„Ach was, wie kann das sein?“, mögen Sie sich fragen. Ganz einfach: Hartes Leitungswasser ist teurer als Sie denken – und das nicht nur im monetären Sinn.

Kalk kostet Sie Geld, da Sie bis zu 50 % mehr Wasch- & Reinigungs­mittel, mehr Spülmittel sowie Shampoo & Duschgel benötigen. Zusätzlich steigen Ihre Heizkosten um ca. 10 % pro mm Kalkschicht auf den Heizstäben – Verkalkungen sind echte Energiefresser!

Darüber hinaus macht Kalk auch gerne allen ans Leitungswasser angeschlossenen Geräten vorzeitig den Garaus. D. h. Sie dürfen Geräte wie die Waschmaschine häufiger anschaffen oder teure Reparaturen bezahlen!

Und was meinen Sie, was Sie ein Rohrbruch durch kalkbedingte Korrosion kostet? Schätzungen sagen rund 1.400 Euro! Zum Vergleich: das sind schon fast die Anschaffungskosten einer Aqua Unimat Wasserenthärtungsanlage.

Kalk kostet Sie Zeit, da Sie die 4 Ks (Kalkflecken, Kesselstein, Kalkverkrustungen und Kalkseifen) manuell von Armaturen, Fliesen, Wänden, Töpfen usw. putzen müssen. Regelmäßig! Mal ganz zu schweigen von der Zeit, die es Sie kostet, kaputt gegangene Haushaltsgeräte auszutauschen bzw. reparieren zu lassen.

Kalk schadet Ihrer Gesundheit, da hartes Wasser Ihre Haut angreift (so z. B. Neurodermitis und Ekzeme begünstigt), kalkiges Wasser Ihren Haaren zusetzt und das Trinken kalkhaltigen Wassers Ihnen u. U. Verdauungsprobleme bescheren kann. Hinzu kommt, dass die Wirksamkeit von Medikamenten bei der Einnahme mit verkalktem Leitungswasser abnimmt. Obendrein bilden sich Keime innerhalb der Verkalkungen in Ihren Rohren. Das ist nicht nur unappetitlich, sondern auch ungesund!

Außerdem …

tut hartes Wasser der Umwelt nicht gut, denn mehr chemische Reinigungs­mittel kommen ins Abwasser. Ihre Wäsche nutzt sich schneller ab und Sie müssen öfter neue Kleidung kaufen (was Sie auch noch Geld & Zeit kostet). Darüber hinaus verbrauchen Sie mehr Energie und produzieren zusätzlichen Elektroschrott.

Kosten Sie Wasserenthärtungs­anlagen also wirklich mehr als Sie Ihnen einsparen?

Aqua-Unimat-Gründer Rista Petrovic schaut in die Kamara und lächelt

„In den meisten Fällen amortisiert sich eine Entkalkungsanlage bereits nach wenigen Jahren. Eine wichtige Rolle spielt dabei, für welche Enthärtungs­methode und welchen Anbieter Sie sich entscheiden.“

Welche Methoden gibt es und welche ist die beste?

Granulate, Magnete und Hausmittel: Welche Methode der Wasser­enthärtung ist die effektivste?

Professionelle Methoden der Wasserenthärtung im großen Vergleich

Aber vorab …

Gut zu wissen:

Die Wirksamkeit auf Magneten basierender Verfahren wie der Biomineralisierung mittels Permanentmagneten oder Elektromagneten konnte nie nachgewiesen werden. Schon im Jahr 2000 enttarnte die Stiftung Warentest physikalische Wasserenthärter fürs Haus oder Geschäft als „einen Schlag ins Wasser“.

Wasser­enthärtungs­anlagen ohne Salz können Ihr Wasser nicht enthärten.

Hingegen sind die folgenden professionellen Enthärtungsmethoden bewiesenermaßen wirksam (durch Klick springen Sie zum jeweiligen Abschnitt):

1. Wasserenthärtung mittels Ionentauscher

Die Wasserenthärtung mittels Ionentauscher bzw. mittels sogenannten „Entkalkungsanlagen mit Salz“ ist das Verfahren, das weltweit in Häusern und Geschäften am häufigsten zum Einsatz kommt. Das hat einen guten Grund, denn es handelt sich um die effektivste, sicherste und am längsten funktionierende Methode der Wasser­entkalkung. Die Entkalkungsanlagen tauschen hierbei die Härtebildner Kalzium und Magnesium im Leitungswasser für Natrium aus.

In dieser Betrachtung lassen wir jedoch bewusst sogenannte Tischwasserfilter außen vor, die ebenfalls auf Basis des Kationenaustausches arbeiten können. Trotz oder gerade wegen der herrschenden Beliebtheit dieser auf den ersten Blick praktischen Geräte, raten wir dringend vom Kauf derartiger Wasserfilter ab. Die Stiftung Warentest bezeichnete Tischwasserfilter sogar als „überflüssig bis schädlich“, weil eine Keim- und Schimmelpilz­gefahr von diesen ausgehen kann!

Trotzdem googlen viele Menschen leider noch fleißig nach Tischwasserfiltern.

Screenshot des Suchvolumens von "tischwasserfilter"
Quelle: Screenshot Google Ads Planner
Vor- & Nachteile von Ionentauschern
VorteileNachteile
• Wirkung wissenschaftlich bewiesen
• langjährig funktional (20-35 Jahre bei Aqua Unimat Anlagen)
• geeignet für komplette Haushalte & Geschäfte
• wartungsarm (bei Aqua Unimat Anlagen)
• gewünschte Restmenge an Mineralien genau steuerbar
• schnelle Kostenersparnisse
• Anstieg des Natriumgehaltes im Wasser (selten über den Schwellenwert)

Ionentauscher brauchen in der Regel nur 2-3 Säcke an Regeneriersalz pro Jahr, um hartes Wasser weich machen zu können. Einen Sack können Sie bereits für etwas über 15 Euro erwerben; die Kosten sind niedrig. Hinzu kommen noch 0,20 bis 0,40 Euro Betriebskosten pro Tag (Strom & Wasser). Vergessen Sie nicht, dass Sie durch weniger Kalkablagerungen jedoch gleichzeitig auch Energiekosten sparen.

Screenshot aus Google Suche nach dem Keyword Regeneriersalz
Quelle: Screenshot Google Shopping

Gut zu wissen:

Der von der Trinkwasserverordnung vorgeschriebene Maximalwert von 200 mg/l wird bei modernen Anlagen nur selten und vor allem bei Fehleinstellungen überschritten.

Unsere Einschätzung: Ionentauscher stellen objektiv gesehen die effektivste Enthärtungsmethode dar.

Stellen Sie mit unseren Ionentauschern (fast) kalkfreies Wasser her

Montieren, einschalten, zurücklehnen – so schnell erreichen Sie mit unseren Entkalkungsanlagen ein kalkfreies Leben.

2. Kalkstabilisierung mittels Mineralstoffdosierung

Die Dosierung von Mineralstoffen stellt ebenfalls eine bewährte Methode dar. Hierbei verbinden sich Orthophosphate mit dem Calcium in Ihrem Leitungs­wasser: Es entsteht Calciumphosphat. Dieses wird dann bis ans Ende Ihrer Installation transportiert. Fragwürdig ist hier laut Studien, wie die Reaktion mit Kupferrohren ausfällt und ob es zu verstärkter Korrosion kommt. Darum ist die richtige Dosierungseinstellung essenziell.

Vor- & Nachteile der Kalkstabilisierung
VorteileNachteile
• Wirkung wissenschaftlich bewiesen
• geeignet für geringere Wasserhärtegrade
• viele zertifizierte Geräte auf dem Markt
• nicht empfehlenswert bei hoher Wasserhärte
• unklares Korrosionspotential
• ungesund bei Nichteinhaltung der Phosphatgrenzwerte
• potenzielle Schlammbildung bei über 60 Grad Celsius und längerer Verweildauer des Wassers

Als Folgekosten kommen geringere Ausgaben fürs Dosiermittel ins Spiel. Zum anderen müssen Sie fast zwangsläufig auf Fachpersonal zurückgreifen, da die Dosierung genau auf die Wasserhärte, die Wasser­beschaffenheit und den Wasser­verbrauch abgestimmt sein muss.

Zeit müssen Sie hingegen dafür aufwenden, regelmäßige Wasser­analysen durchzuführen, um die richtige Einstellung der Dosierung auch langfristig sicherzustellen.

Unsere Einschätzung: Die Kalkstabilisierung mittels Phosphatdosierung ist eine gute Alternative für Haushalte mit Wasserhärten bis ca. 19 Grad deutscher Härte. Bei höheren Härtegraden muss ein Ionentauscher ran.

3. Biomineralisierung mittels Katalysatorgranulat

Bei Anlagen basierend auf Biomineralisierung handelt es sich in diesem Moment (noch) um Nischenprodukte. Sie stellen eine Art von Kalkschutz-Geräten dar, was das niedrige monatliche Suchvolumen nach „biomineralisierung kalkschutz“ zeigt.

Screenshot des Suchvolumens von "biomineralisierung kalkschutz"
Quelle: Screenshot Google Ads Planner

Bei der Biomineralisierung mittels Katalysatorgranulat kristallisiert sich der im Leitungs­wasser vorhandene Kalk an den Oberflächen kleiner Kügelchen aus Kunststoff aus. An diesen Punkten können sich dann weitere Kalkmoleküle ansetzen, bis sie bei einer bestimmten Größe abfallen – und wieder im restlichen Trinkwasser mitschwimmen. Danach können Sie diese Kalkmoleküle leicht entfernen.

Vor- & Nachteile der Biomineralisierung
VorteileNachteile
• kristallisierter Kalk leicht entfernbar
• keine chemischen Zusätze
• nicht empfehlenswert bei hoher Wasserhärte
• erst kürzliche Markteinführung
• keine Langzeiterfahrung
• Wartung meist nur über Fachpersonal möglich
• kaum wissenschaftlich erforscht

Die Folgekosten sind generell gering, mit Ausnahme der Wartung. Denn diese muss i. d. R. durch Fachpersonal durchgeführt werden – und das ist nicht günstig.

Unsere Einschätzung: Auch dieses Verfahren ist leider nur bedingt brauchbar bei hohen Wasserhärte­graden. Die bedeutenden Nachteile senken den praktischen Nutzen dieser Kalkschutz-Methode.

4. Entkalkung mittels Umkehrosmose

Die Wirksamkeit von Osmoseanlagen als Wasserfilter hat sich in der Enthärtung bewährt. Zudem werden diese Anlagen stets günstiger. Bei diesem Verfahren wird das Trinkwasser durch eine feine semipermeable Membran gedrückt, an der viele gelöste Stoffe wie Pestizide, Nitrat, aber auch Kalzium und Magnesium fast vollständig hängen bleiben. Die herausgefilterten Bestandteile verlassen dann über das Abwasser Ihr Trinkwassersystem.

Osmoseanlagen haben jedoch zwei wichtige Nachteile:

  1. Die Anlagen können Wasser nur lokal, z. B. unter dem Wasserhahn, enthärten.
  2. Es verbleibt keine Resthärte im Trinkwasser, da sie 95-99 % der Mineralien (auch der gesunden) herausfiltern.
Vor- & Nachteile von Osmoseanlagen
VorteileNachteile
• Wirkung wissenschaftlich bewiesen
• relativ günstige Optionen
• Trinkwasser wird zusätzlich von Schadstoffen gereinigt
• gute Option bei Aquarien
• oft nicht als Lösung für den ganzen Haushalt oder das Geschäft geeignet
• Gefahr der möglichen Unterversorgung bzgl. wichtiger Nährstoffe
• hoher Wasserverbrauch (bis zu 8 Liter Abwasser pro Liter gefilterten Wassers)
• Wasser wird „aggressiv“ für Rohre
weitere Nachteile wie z. B. Platzmangel

Achtung: Laut Studien kann der langfristige und (nahezu) ausschließ­liche Konsum von Osmosewasser (unter anderem) Ihre Knochendicke negativ beeinflussen, Müdigkeit, Muskel­krämpfe, Schwächegefühl sowie Kopfschmerzen hervorrufen und Herzinfarkte begünstigen.

Gut zu wissen:

Wasserfilter auf Basis von Umkehrosmose entstanden in den 1960ern Jahren, weil die NASA Trinkwasser-Recycling-Systeme für die Raumschiffe benötigte. Mittlerweile finden sich Osmosegeräte bereits in vielen Küchen!

Unsere Einschätzung: Anlagen auf Basis von Umkehrosmose können als Einzelplatzlösung Sinn ergeben, wenn Sie nicht das Wasser im kompletten Haushalt enthärten möchten. Sie sollten jedoch auf keinen Fall ausschließlich Osmosewasser konsumieren, da sonst eine Mineralunterversorgung droht! Aufgrund dieser einschneidenden Nachteile sehe ich Osmoseanlagen als keine wirkliche Alternative zu Ionentauschern!

So weit, so gut.

Was aber, wenn Sie Ihr Wasser zunächst mit Hausmitteln statt mit einer Anlage enthärten möchten?

DIY-Wasserenthärtung im Haus oder Geschäft: Wasser entkalken mit Hausmitteln

Natürlich können Sie auch auf Hausmittel zurückgreifen, um Ihr Wasser zu enthärten. Folgende Substanzen helfen Ihnen bei diesem Unterfangen. Durch Klick kommen Sie zum jeweiligen Abschnitt.

1.Waschsoda

Gerne gebe ich zu: Den Tipp mit Waschsoda kannte ich bis vor ein paar Jahren selbst nicht … Gefunden habe ich ihn auf tante-olga.de:

Screenshot von tante-olga.de zum Entkalken von Wasser mit Waschsoda
Quelle: Screenshot tante-olga.de

Die Anwendungsbereiche sind vielfältig. So können Sie Waschmittel sparen, wenn Sie ein bis zwei Esslöffel Waschsoda Ihrem Waschmittel in der Waschmaschine beigeben.

Wunderbar! Darüber hinaus gibt es noch …

2. Natron

Wie Sie hartnäckigen Kalk mit Natron entfernen, können Sie in einem früheren Blogartikel nachlesen.

Doch wussten Sie, dass Sie Natron auch dazu verwenden können, Ihr Wasser zu entkalken?

Wenn Sie Natron einmal im harten Wasser aufkochen, so kann er den Kalk binden und Sie diesen im Nachgang leichter herausfiltern. So machen Sie Ihr Wasser weich. Beispielsweise können Sie auf diese Weise Ihren Wasserkocher von Kalk befreien.

Verkalkter Wasserkocher von oben benötigt Wasserenthärtung

Es geht ganz einfach: Geben Sie 2 bis 3 Teelöffel Natron ins Wasser und lassen Sie es aufkochen. Das Wasser darf danach bedenkenlos in den Abfluss … und Ihr Spiegelbild strahlt Sie von Ihrem frisch entkalktem Wasserkocher entgegen!

Tipp: Übrigens eignet sich Natron auch für Ihre Kaffeemaschine. Hier können Sie die warme Natronwassermischung ein paar Mal durch die Maschine laufen lassen, bis diese ebenfalls vor Kalkfreiheit glänzt!

3. Destilliertes Wasser

Destilliertes Wasser gewinnen Sie, indem Sie Wasser verdampfen und direkt danach kondensieren lassen. Durch die Destillation befreien Sie das Wasser von Pestiziden, Schadstoffen und Kalk – aber auch allen anderen gesunden Mineralien. Wir haben daher ein ähnliches Problem wie bei Wasserfiltern auf Basis der Umkehrosmose.

„Unter Idealbedingungen müsste [destilliertes Wasser] wirklich nur noch pures Wasser sein.“

Auf YouTube finden Sie zahlreiche Videos, wie Sie selbst destilliertes Wasser herstellen können.

Screenshot aus YouTube zu "wasser destillieren"
Quelle: Screenshot YoutTube

Wichtig: Wegen der Gefahr einer möglichen Unterversorgung mit lebenswichtigen Mineralien sollten Sie destilliertes Wasser immer mit nicht enthärtetem Wasser, wie Ihrem Leitungswasser, mischen. Ich empfehle ein Verhältnis von 2:1, heißt doppelt so viel hartes Wasser wie destilliertes.

Im Endeffekt imitieren Sie auf diese Weise die Resthärte, die bei der Entkalkung mit Ionentauschern verbleibt.

Kommen wir zum letzten „Hausmittel“: Regenwasser.

4. Regenwasser

Regenwasser ist praktisch frei von Kalk.

Wenige wissen jedoch, dass das Trinken bzw. etwaiger Konsum von Regenwasser eine Ordnungswidrigkeit darstellt, weil Sie dabei gegen die Trinkwasserverordnung verstoßen. Regenwasser ist nicht standardisiert.

Zudem sammelt sich der Schmutz aus der Luft im Regenwasser an, was in Städten mit viel Industrie (z. B. Mannheim) oder Flughäfen (z. B. Frankfurt) problematisch ist. Hier können Toxine den Weg in Ihren Körper finden. Verwenden Sie Regenwasser daher bitte nur zum Gießen Ihrer Pflanzen!

Was haben die vier vorgestellten Hausmittel gemeinsam?

Sie kosten Sie viel Zeit und Energie. Zudem lösen Sie Ihre Kalkprobleme nur für ein paar Stunden und an bestimmten Orten in Ihrem Haushalt oder Geschäft …

Zudem kommen diese Hausmittel auch nicht für Poolwasser oder Heizungs­wasser infrage.

Bonus: Wasserenthär­tungssysteme für Ihren Pool (und Ihre Heizung?)

Sind Sie ein stolzer Besitzer eines Pools und wünschen sich Badespaß mit weichem Wasser? Dann sollten Sie darauf achten, dass die Wasserhärte am besten mittelhart, also zwischen 8 °dH und 12 °dH liegt.

Tipp: Aqua Unimat Wasserenthärtungs­anlagen können auch zur Enthärtung von Poolwasser (vor allem bei kleinen Pools) dienen – Sie müssen nur Geduld haben.

Da unsere Wasseraufbereitungsanlagen einsäulig sind, müssen Sie wie folgt vorgehen:

  • Füllen Sie den Pool stufenweise auf.
  • Jedes Mal, wenn die Entkalkungskapazität des Austauscherharzes erschöpft ist, wird automatisch die Regeneration eingeleitet. Diese dauert mehrere Stunden.
  • Nach der Regeneration folgt die nächste „Entkalkungsrunde“.

Bedenken Sie: Je nach Poolgröße werden Sie bis zu 25 Regenerationen benötigen. Planen Sie daher zu Befüllung mehrere Tage und mindestens einen Sack Regeneriersalz ein.

Kommen wir zur Enthärtung des Wassers in Ihrer Heizung, oder etwa doch nicht?

Eine Heizung steht auf drei
Aqua-Unimat-Gründer Rista Petrovic schaut in die Kamara und lächelt

Die nachträgliche Entkalkung des Wassers in Ihrer Heizung macht wenig Sinn. Der Grund liegt darin, dass sich Kalk ab ca. 60 Grad Celsius aus dem Wasser löst und ablagert. Diese Temperatur wird fast in allen Heizungssystemen erreicht. Das bedeutet, dass sich der Kalk bereits im Heizungs­system abgesetzt hat und das verbleibende Wasser bereits weich bzw. kalkfrei ist!“

Die Kalkablagerungen in Ihrer Heizung sorgen übrigens wahrscheinlich bereits dafür, dass der Energieverbrauch oft bis zu 15 % steigt.

Welche Umweltauswirkungen hat es hingegen, Wasser mit unseren Anlagen zu enthärten?

Stehen Ionentauscher im Einklang mit der Natur?

Vor allem bei Anbietern anderer Enthärtungsmethoden, aber auch auf Webseiten von Wasserwerken steht manchmal: Ionentauscher belasten wegen des erhöhten Natriumgehalts und des abgegebenen Chlors die Umwelt.

Doch können wir das so pauschal sagen?

Nein.

So sind laut Studien die von Entkalkungsanlagen abgegebenen Mengen an Natrium an die Umwelt vernachlässigbar. Das zeigen z. B. eine Studie aus dem Jahr 2007 und eine weitere Studie aus dem Jahr 2019. So scheint die Konzentration an Natrium (& Chlor) im Wasser (viel) stärker vom Einsatz von Streusalz abzuhängen. Die zweitgrößte Chlorquelle sind Düngemittel.

Auf der anderen Seite produziert der Ionentausch kaum Müll. Die zwei bis drei Plastiksäcke für das nötige Regeneriersalz sind im Vergleich zum verursachten Plastikmüll beim wöchentlichen Einkauf kaum der Rede wert.

Der Energieverbrauch war in der Vergangenheit (zu guter Recht!) ein häufiges Bedenken. Doch moderne Entkalkungsanlagen verbrauchen mittlerweile oft nur ein Drittel der Energie im Vergleich zu ihren Vorgängermodellen! Zudem sparen Sie 10 % Heizkosten pro mm gelöster Kalkschicht.

Zu guter Letzt verwenden Sie bei kalkarmen bzw. kalkfreiem Wasser weniger Chemikalien im Haushalt:

  • weniger Weichspüler & Waschmittel
  • weniger Shampoo, Conditioner & Spülung
  • weniger Kalkreiniger
  • weniger Spülmittel

Daher kann ich guten Gewissens sagen: Ionentauscher mögen nicht perfekt sein, doch sie sind bei Weitem umwelt­freundlicher als viele behaupten!

Erwägen Sie den Kauf eines Ionentauschers …

… und steigern Sie Ihre Lebensqualität langfristig. Warum schrubben, säubern, händisch entkalken, wenn Sie das alles unserer Entkalkungsanlage überlassen können – und dabei langfristig sogar Geld sparen!

Testkits, Messverfahren und regionale Unterschiede

Bevor Sie jedoch Hals über Kopf eine Wasserenthärtungsanlage kaufen, sollten Sie sich sicher sein, dass Sie wirklich eine benötigen.

Und da kommen Sie nicht über eine Messung Ihres Wasserhärtegrades hinaus! Glücklicherweise ist das leicht getan. Prinzipiell haben Sie die 3 folgenden Möglichkeiten:

  • Titrierlösung: Geben Sie Tropfen der Lösung in einen Messbecher, bis sich die Farbe des Wassers von Rot auf Grün ändert. Die Anzahl der Tropfen spiegelt Ihre Wasserhärte
  • Wasserhärte-Teststreifen: Halten Sie den Streifen in das Leitungswasser und beobachten Sie dessen Verfärbung. Eine Farbtafel gibt Ihnen Aufschluss über Ihren Wasserhärtegrad.
  • Wasserversorger kontaktieren: Schauen Sie auf die Website Ihres Versorgers. Sollte dort nichts stehen ist die gesuchte Information meist nur ein Telefonat entfernt.

TDS/-Messgeräte empfehle ich wegen der Manipulierbarkeit nicht.

Liegt die Härte Ihres Leitungswassers über 9 Grad deutscher Härte, dann kann eine Entkalkungsanlage Sinn ergeben.

Das ist in Bremen, im Saarland oder in Sachsen selten der Fall. Kommen Sie jedoch z. B. aus Sachsen-Anhalt, Thüringen, Bayern oder Baden-Württemberg, dann teilen wir laut Statistiken wahrscheinlich das gleiche, leidige Schicksal: hartes Wasser.

Infografik zur Wasserhärte in deutschen Bundesländern

Sie sehen: Das Thema „Enthärtung“ ist vielschichtig und komplex. Umso wichtiger ist es daher, dass Sie sich vor dem Kauf gut informieren. Gerne helfe ich Ihnen dabei!

Weiterführende Informationen: Expertentipps und Ressourcen für weiches Wasser

Die folgenden 5 Informationsquellen kann ich Ihnen ans Herz legen:

Sie dürsten nach noch mehr Wissen? Kein Problem! Auf unserer Ressourcen­seite zur Wasserenthärtung finden Sie noch mehr empfehlenswerte Informationsquellen sortiert nach Themengebiet.

Screenshot der Aqua Unimat Ressourcenseite

Schnell werden Sie erkennen, dass die Mehrheit das folgende Fazit unterstützen würde …

Fazit: Ionentauscher­anlagen bleiben die erste Wahl bei der Enthärtung

In diesem umfassenden Ratgeber zur Wasserenthärtung im Haus oder Geschäft haben wir alle relevanten Gesichtspunkte bis ins Detail beleuchtet!

Von den Vorteilen kalkarmen bzw. kalkfreien Wassers, über den Vergleich verschiedener Entkalkungsmethoden bis hin zur Betrachtung umweltspezifischer Bedenken – kein Aspekt fehlte. Zudem haben wir alle zentralen Aussagen stets wissenschaftlich fundiert.

Das Ergebnis: Sie verstehen nun, warum Ionentauscher in vielerlei Hinsicht die effektivste Option darstellen, um Ihr Wasser weicher zu machen!

Vermeintliche Einsparungen bei oder Vorteile von Alternativmethoden wie Hausmitteln, magnetischen „Wasserenthärtungsanlagen“, Wasserfiltern oder Osmoseanlagen erweisen sich langfristig meist als Trugschluss.

Zudem unterstreichen die Befunde zur Umweltverträglichkeit von Ionen­tauschern, dass die von modernen Anlagen abgegebenen Mengen an Natrium und Chlor nicht ausschlag­gebend sind.

Das heißt nicht, dass Ionentauscher perfekt sind. Doch sind und bleiben Entkalkungsanlagen mit Salz derzeit die beste Lösung für Kalkprobleme.

Worauf warten Sie also noch? Sie wissen bereits, wie Sie Ihre Wasserhärte messen. Haben Sie hartes Wasser, unterstützen wir Sie gerne bei dessen Entkalkung!

Entkalken Sie Ihr Wasser mit qualitativ hochwertigen Wasserenthärtungsanlagen

Sparen Sie nicht an der falschen Stelle, denn das kommt Sie bei der Entkalkung früher oder später teuer zu stehen! Lernen Sie unsere Anlagen kennen. Wir beraten Sie gerne – natürlich kostenlos & unverbindlich.

FAQ: Wasser enthärten

Ja, Wasserenthärtung ist möglich – egal ob im Haus oder Geschäft. Es gibt verschiedene Enthärtungsmethoden wie Ionenaustausch, Kalkstabilisierung und Umkehrosmose. Ionentauscher sind besonders effektiv, Kalzium und Magnesium durch Natrium zu ersetzen und so das Wasser weicher zu machen. Die Kalkstabilisierung nutzt eine Mineralstoffdosierung, während bei der Umkehrosmose eine semipermeable Membran im Trinkwasser gelöste Stoffe herausfiltert.

Die Auswahl des passenden Verfahrens hängt von Ihrem Wasserhärtegrad, der Größe des Haushalts bzw. Geschäfts und Umweltüberlegungen ab. Bedenken Sie dabei, dass nur professionelle Anlagen langfristige Lösungen darstellen, während Hausmittel wie Natron lediglich kurzfristig für Abhilfe sorgen können.

Sie können Wasser entweder mit Hausmitteln oder mit professionellen Enthärtungsanlagen entkalken. Während Erstere bei kleineren Kalkproblemen kurzfristige Entlastung bieten können, stellen professionelle Geräte ein langfristiges Investment in höhere Lebensqualität dar. Entkalkungsanlagen arbeiten auf Basis bestimmter Verfahren. Die zwei bekanntesten sind der Ionentausch und die Umkehrosmose.

Die Entscheidung, Wasser zu enthärten, hängt von Ihrem Wasserhärtegrad und Ihren persönlichen Vorlieben ab. Zum einen verringert enthärtetes Wasser die Bildung von Kalkablagerungen in Rohren und Geräten, spart Ihnen Reinigungsaufwand und senkt Ihren Verbrauch von Reinigungsmitteln. Auf der anderen Seite profitieren Personen mit empfindlicher Haut von der Verwendung kalkarmen bzw. kalkfreien Wassers.

Gerne berät Sie Ihr Aqua Unimat Team, ob eine Wasserenthärtungsanlage für Sie sinnvoll wäre.

Um Wasser für Pflanzen zu entkalken, können Sie destilliertes Wasser verwenden oder Kalk durch lokale Osmoseanlagen entfernen. Das Mischen von hartem Leitungswasser mit destilliertem Wasser im Verhältnis 2:1 kann ebenfalls die Kalkmenge reduzieren. Achten Sie darauf, dass die Pflanzen ausreichend Mineralien (vor allem Magnesium!) erhalten.

Um das Wasser im Aquarium zu behandeln, stehen Ihnen verschiedene Methoden zur Verfügung. Eine Option besteht darin, weicheres Wasser, wie Regenwasser oder Osmosewasser, zu verwenden und dieses mit dem vorhandenen Wasser zu mischen. Alternativ können spezielle Aufhärtungssalze oder Pflegeprodukte verwendet werden, um das Wasser weicher zu machen.

Dies ermöglicht Ihnen eine gezielte Anpassung der Mineralien und Spurenelemente im Aquariumswasser. Ihre Fische werden sich freuen!

Aqua Unimat Gründer Rista Petrovic

Aqua Unimat Gründer

Rista Petrović

Rista Petrović, Aqua Unimat Gründer, hat bereits mehr als 25 Jahre Erfahrung in der Wasser­enthärtung gesammelt. Als langjähriger Wasserprofi kennt er alle Tipps und Tricks und verrät sie Ihnen in seinen Artikeln.

Inhaltsverzeichnis
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