Entkalkungsanlage | 14 Minuten Lesezeit
10 Nachteile der Umkehrosmose (& was die bessere Alternative ist)
Verfasst von Rista Petrović – Inhaber von Aqua Unimat e. K.
Es wird erwartet, dass der Markt für Umkehrosmosemembrane weltweit jährlich 10 % wachsen wird. 10 %! Jährlich!
Die Begründung dafür findet sich vor allem in der zunehmenden Besorgnis bzgl. des Konsums reinen Trinkwassers.
Da kommen Osmoseanlagen wie gelegen, können diese doch (je nach Quelle) 98-99 % aller im Wasser gelösten Stoffe herausfiltern.
Klingt fantastisch, oder etwa nicht?
Das meinen jedenfalls die Befürworter dieser Art von Wasseraufbereitungsanlagen – und verkennen oft bewusst oder unbewusst die Nachteile der Umkehrosmose.
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hingegen mahnt zur Vorsicht und rät kategorisch vom langfristigen Konsum osmotischen Wassers ab! Demnach sei das jahrelange Trinken von Osmosewasser gefährlich für Ihre Gesundheit.
In den nächsten Minuten erfahren Sie …
- warum die Reversosmose so ein kontroverses Thema ist,
- welche Nachteile sie birgt und
- welche alternative Wasseraufbereitungsmethode ich Ihnen stattdessen bedenkenlos empfehlen kann.
Hinweis: Besonders der zehnte, weiter unten aufgeführte Nachteil der Osmose wird Sie überraschen. Lesen Sie daher den Artikel am besten bis zum Ende!
Zunächst sollten Sie aber verstehen, was die Umkehrosmose ist.
Wie genau funktioniert die Umkehrosmose?
Was ist eine Osmoseanlage?
Aufgeteilt werden Osmoseanlagen in sogenannte Untertisch- (meistens unter dem Küchenwasserhahn platziert) und Auftischgeräte. Zudem gibt es vereinzelt auch Kompaktanlagen mit integriertem Versorgungsdruck für das ganze Haus. Verwendung finden Osmoseanlagen sowohl in der Industrie als auch im Privathaushalt, z. B. zur Filterung von Aquariumwasser.
Osmosegeräte bestehen typischerweise aus 3 Arten von Wasserfiltern:
- 1-3 Vorfilter (Sedimentfilter oder Kohlefilter),
- 1 ultrafeiner RO-Filter (RO = Reverse Osmosis = Reversosmose) und
- 1 optionaler Nachfilter (Kohlefilter/ „Post-Carbon“, Mineralfilter oder Wasserbelebungsfilter).
Warum ist das wichtig? Weil sich der Prozess der Umkehrosmose den 3 Filterarten nach in 3 Schritte gliedern lässt:
- Vorbehandlung: Das noch ungefilterte Wasser passiert 1-3 Vorfilter, die Verunreinigungen und gröbere Partikel wie z. B. Rost, Sand oder Ablagerungen aus dem Trinkwasser filtern.
- Umkehrosmose: Die Wassermoleküle des grob vorgefilterten Wassers passiert unter Druck die semipermeable Osmosemembran. Hierfür muss der Druck höher als der natürliche osmotische Druck sein. Die kleinen Membranporen entfernen dabei fast alle Inhaltsstoffe, egal ob „gut“ oder „böse“.
- Nachbehandlung (falls Nachfilter vorhanden): Das gefilterte, „aggressive Wasser“ fließt durch die Nachfilter (oft Keramikfilter), die fast alle noch verbleibenden Verunreinigungen herausfiltern, die pH-Balance regulieren und den Geschmack aufbessern. Durch Verschneidung soll das aggressive Reverse-Osmosis-Wasser wieder mit Mineralien angereichert werden.
Zu guter Letzt fließt das Osmosewasser in den Vorratsbehälter. Auf der anderen Seite strömt das Abwasser durch die Membranen, um die gefilterten Inhaltsstoffe abzutragen. So verhindert es eine frühzeitige Verstopfung der Membranporen.
Gut zu wissen:
Die Reversosmose verdankt ihren Namen dem Umstand, dass eine Osmoseanlage das Wasser dazu zwingt, in die entgegengesetzte Richtung der natürlichen Osmose zu fließen!
Das klingt auf den Blick nach einem soliden Filterprozess. Darum schwören viele Personen auf die Umkehrosmose.
Sehen wir uns nun also an, …
Welche Vorteile eine Umkehrosmoseanlage bietet
Die folgenden 3 (vermeintlichen) Vorzüge werden in der Osmosebranche häufig propagiert:
- Entfernung einer Vielzahl von Verunreinigungen
- (fast) vollständige Enthärtung des Trinkwassers
- Kosteneinsparungen beim Kauf von Wasserflaschen
Im Vergleich zu einem Ionenaustauscher entfernt eine Osmoseanlage deutlich mehr Substanzen aus Ihrem Leitungswasser:
„Im Normalfall ist es so, dass die „normalen Membranen“ eine Rückhaltquote von 95 % haben.“
Joachim Mund, Aquarium-Experte (Quelle)
Darum können Sie fast alle Verunreinigungen und gelösten Stoffe aus Ihrem Leitungswasser entfernen – super!
Zu diesen gelösten Stoffen zählen auch die Magnesium- und Calciumionen, die die Wasserhärte Ihres Leitungswassers ausmachen und für regelmäßige Kalkablagerungen (z. B. auf Ihren Armaturen) sorgen. Alle, die in Gebieten mit steinhartem Wasser wohnen, wissen: Das Entfernen von eingefressenem Kalk ist keine spaßige Wochenendtätigkeit!
Durch die Osmoseanlagen lösen Sie zudem die Probleme, die
- durch das Trinken harten Wassers,
- beim Kontakt Ihrer Haut mit hartem Wasser und
- nach der Haarwäsche mit kalkhaltigem Wasser
auftreten können.
Da Ihr Leitungswasser nun so gut wie vollständig gefiltert ist, besteht kaum mehr ein Grund, Wasserflaschen nach dem wöchentlichen Einkauf mit nach Hause schleppen zu müssen (außer Ihr Leitungswasser schmeckt Ihnen nicht).
Dadurch sparen Sie Geld. Bei einem Wasserkonsum von 2 Litern am Tag bewegen sich die jährlichen Ersparnisse im Bereich von 500 Euro.
Ist eine Osmoseanlage also nicht die perfekte Lösung für alle Probleme mit der Wasserqualität? Ein Schweizer Taschenmesser? Auch noch komplett ohne Chemikalien? Die beste Erfindung seit dem Rad?
Sie wissen ja: Wo Licht ist, ist auch Schatten. Und der ist bei Osmoseanlagen leider größer als viele meinen würden!
Die Kehrseite der Medaille: 10 deutliche Nachteile der Umkehrosmose
Die folgenden 10 nachgewiesenen Nachteile der Umkehrosmose bzw. von Osmosewasser werden oft nicht thematisiert oder gar schöngeredet. Sie werden es jedoch besser wissen.
- Nachteil: Osmosewasser ist langfristig ungesund: Wertvolle Bestandteile gehen verloren
- Nachteil: Wasser für Wasser – der hohe Wasserverbrauch bei der Umkehrosmose
- Nachteil: Vorfilter + Nachfilter + Vorratstank = ideales Milieu für Keime
- Nachteil: Wasser filtern mit Umkehrosmose kostet (viel) Energie
- Nachteil: Osmosefilter sind meist nur lokale Filterlösungen
- Nachteil: Kostenfalle Installation & Wartung
- Nachteil: Zeit ist Geld – Osmosefilter arbeiten langsam
- Nachteil: Ein Wasserfilter für Umkehrosmose braucht viel Platz
- Nachteil: Osmosewasser schmeckt sauer
- Nachteil: Die Umkehrosmose eignet sich nur bedingt zum Entkalken von Wasser
Nachteil #1: Osmosewasser ist langfristig ungesund: Wertvolle Mineralien gehen verloren
Dieser Nachteil von Osmosewasser ist das Thema vieler Diskussionen – sowohl unter Experten als auch Laien.
Folgendes ist unumstritten:
Beim Filterprozess der Reversosmose wird nicht zwischen „Gut“ und „Böse“ unterschieden. 95 % ALLER Inhaltsstoffe bleiben an den Membranen der zwischengeschalteten Filter hängen. Heißt: Auch gesunde Mineralstoffe gehen verloren!
Doch ist das so tragisch?
Die meisten Mineralien nehmen wir über das Essen auf, nicht über das Trinken. Darum ist eine Wasserrenthärtungsanlage gesundheitlich in den meisten Fällen unbedenklich.
Wie gut Ihr Körper die Mineralstoffe in Ihrem Wasser nutzen kann, hängt davon ab, wie diese gebunden sind – organisch (besser) oder anorganisch (schlechter).
ABER: Ihr Organismus nimmt nicht alle Mineralstoffe gleich gut aus dem Wasser auf.
Viele Studien, darunter eine an der Leibniz Universität Hannover, zeigen, dass z. B. Magnesium und Calcium besonders gut aus dem Wasser aufgenommen werden können. Zur Erinnerung: Diese beiden Mineralien sind Härtebildner und stellen den Kalk in Ihrem Trinkwasser dar.
Wegen der hohen Bioverfügbarkeit von Calcium und Magnesium empfehlen wir unseren Kunden auch immer, bei der Wasserenthärtung eine Resthärte im Wasser zu belassen. Das ist bei Osmoseanlagen kaum möglich, bei Ionentauschern jedoch kein Problem!
Suchen Sie eine gesunde und nachhaltige Lösung für Ihre Wasserhärte?
Dann sind Sie laut unseren Tausenden zufriedenen Kunden bei Aqua Unimat richtig.
Was sagt die Wissenschaft?
Auf Basis von Studienergebnissen warnt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) unter anderem vor den folgenden gesundheitlichen Risiken verbunden mit dem Langzeitkonsum von Osmosewasser:
- niedrige Zufuhr von Magnesium und Calcium
- negative Auswirkungen auf die Darmschleimhaut
- niedrige Zufuhr wichtiger Spurenelemente
- Verlust von Calcium, Magnesium und anderen vitalen Elementen in mit RO-Wasser zubereiteten Speisen
- möglicher erhöhter Konsum giftiger, durch und im RO-Wasser aus den Rohren gelöster Metalle
- schwächere Stillung Ihres Durstes
Weitere Studien fanden heraus, dass Reverse-Osmosis-Wasser …
- sich negativ auf die Knochendichte auswirkt. – (irakische Studie)
- Rücken- und Gelenkschmerzen begünstigt. – (indische Studie)
Harmlos klingt anders, oder?
Aber: Was ist mit Osmoseanlagen mit Nachfiltern, die das Osmosewasser remineralisieren sollen?
Auf Deutsch: Kein Verfahren der Remineralisierung ist optimal, weil das Wasser nach der Osmose nicht alle vorteilhaften Komponenten beinhaltet.
Es handelt sich um in seiner Struktur zerstörtes, „totes“ Wasser – Seine Moleküle sind nicht hexagonal (sechseckig) angeordnet; das resultiert aus dem Pressen durch die Membran. Dadurch kommt es zur Störung des chemischen Gleichgewichts im Wasser (und es entsteht freie aggressive Kohlensäure).
Fakt ist, dass die Wiederherstellung von natürlichem Wasser mit all seinen Mineralstoffen und Spurenelementen aus Umkehrosmosewasser praktisch unmöglich ist. Warum sollten Sie also die Nebenwirkungen von Umkehrosmosewasser in irgendeiner Form riskieren, wenn es gesunde Alternativen gibt?
Noch ernüchternder sind die wissenschaftlichen Befunde, wenn Sie bedenken, dass die vermeintliche Verbesserung der Gesundheit meist den eigentlichen Hauptgrund für den Erwerb einer Osmoseanlage darstellt!
Der gesundheitliche Aspekt ist leider jedoch nicht das einzige Problem …
Nachteil #2: Wasser für Wasser – der hohe Wasserverbrauch bei der Umkehrosmose
Sicherlich wünschen Sie sich nicht, dass sich all die gerade an der Membran herausgefilterten Fremdstoffe an der Membranaußenhülle ablagern und diese allmählich verstopfen.
Darum benötigen Sie Spülwasser. Viel Spülwasser.
„Pro Liter gefilterten Leitungswassers verbraucht eine Osmoseanlage im Privathaushalt im Schnitt 3-8 Liter Spülwasser.“
Rista Petrović, Gründer von Aqua Unimat®
Das verlängert die Lebenszeit der Membran Ihrer Osmoseanlage.
Natürlich variiert der Verbrauch je nach Filterleistung der Anlage, Wasserqualität, pH-Wert, Wasserdruck und Wassertemperatur. Der Wahrheit halber sei ebenfalls erwähnt, dass Industrieanlagen deutlich weniger Abwasser bei der Reversosmose produzieren.
Genauso stimmt, dass die Hersteller von Osmoseanlagen bereits nach Lösungen für den hohen Wasserverbrauch suchen.
In der Tat gibt es Lösungsansätze wie Permeatpumpen, ECO-Pumpen oder Drückerhöhungspumpen, die das genannte Verhältnis auf 1:2 senken können. Es kommen aber weitere Anschaffungskosten auf Sie zu.
Das sagt Google:
Zum Vergleich: Bei den Entkalkungsanlagen von Aqua Unimat wird gerade einmal 1 Liter Abwasser pro 100 l (!) enthärteten Wassers produziert.
Ziehen wir also ein kleines Zwischenfazit: Die Umkehrosmose verschwendet Unmengen an Leitungswasser, um für den Menschen für den langfristigen Konsum ungeeignetes Wasser herzustellen.
Apropos „Gesundheit“: Ein weiterer Nachteil der Umkehrosmose ist, dass von ihr eine hohe Keimgefahr ausgeht!
Nachteil #3: Vorfilter + Nachfilter + Vorratstank = ideales Milieu für Keime
Osmoseanlagen werden standardmäßig ohne Keimsperren geliefert. Dieser Umstand macht das Gerät, z. B. an der Membran, laut Studien zu einem fruchtbaren Nährboden für Keime. Besonders beliebt bei den Keimen ist/sind auch der/die Vorfilter (Aktivkohlefilter).
Zudem sammeln sich im Inneren eines Umkehrosmosetanks für Privathaushalte im Lauf der Zeit heterotrophe Bakterien an und vermehren sich. Heterotrophe Bakterien sind Mikroorganismen, die organischen Kohlenstoff als Nahrung nutzen.
Gut zu wissen:
Keime vermehren sich durch ungeschlechtliche Teilung exponentiell.
Appetitlich ist das nicht.
Es besteht ein Risiko einer Nachverkeimung. Folgende Bakterien konnten nachgewiesen werden:
- coliforme Bakterien
- Escherichia coli
- Enterokokken
- Pseudomonas aeruginosa
Kleine Mengen an Keimen sind für unseren Organismus nicht problematisch. Doch durch das exponentielle Wachstum der Keimbelastung kann Osmosewasser in kurzer Zeit für den Konsum riskant werden!
Achtung: Lassen Sie Ihr Leitungswasser am besten vor Einbau und während des Betriebs auf Keime untersuchen! Wechseln Sie Ihre Vor- und Nachfilter spätestens alle 12 Monate.
Nachteil #4: Wasser filtern mit Umkehrosmose kostet (viel) Energie
Die RO-(Reverse-Osmosis)-Wasseraufbereitung erfordert vergleichsweise hohe Energiemengen, was sich unmittelbar in Ihren Stromkosten niederschlägt. Diese Energie braucht die Anlage für den nötigen Druck zur Filterung.
Ausnahme: Sie haben bereits einen hohen Wasserdruck im Haus, der dem benötigten Osmosedruck gerecht wird.
Der Leistungsbedarf eines typischen Reversosmose-Wasserfilters pro Stunde kann je nach Modell und Kapazität variieren. Ein häusliches Umkehrosmosefiltersystem benötigt etwa 3-5 Watt Leistung pro Stunde.
Nachteil #5: Osmosefilter sind meist nur lokale Filterlösungen
Im Privathaushalt findet sich eine Osmoseanlage meist unter dem Küchenwasserhahn. Gefiltertes Wasser erhalten Sie daher dann auch nur aus diesem Hahn, nicht aber im ganzen Haus.
„Moment, und was ist mit dem Bad?“, mögen Sie sich fragen.
Das Bad wird leider kein Nutznießer Ihrer neuesten Anschaffung werden. Wenn Ihr Wasser aber beispielsweise unter einer hohen Wasserhärte leidet, ist doch gerade im Bad weiches Wasser von besonderem Interesse!
Ja, es gibt auch Kompaktanlagen für den gesamten Haushalt. Der Kaufpreis befindet sich jedoch größtenteils im vierstelligen Bereich. Dazu gesellen sich die folgenden Nachteile:
- immense Wasserverschwendung zur Herstellung von Osmosewasser
- astronomische Wasserrechnungen
- hohe Platzanforderungen für den 750-2.000 l Wassertank
- teure Wartungen
Die Kosten der Wartungen werden des Öfteren unterschätzt und dieser Nachteil trifft Sie übrigens auch schon bei kleinen Osmoseanlagen!
Nachteil #6: Kostenfalle Installation & Wartung
Die Kosten hängen in erster Linie von der Qualität Ihrer Osmoseanlage ab.
Folgende grob geschätzte Installations- und jährliche Wartungskosten kommen auf Sie zu:
| Wartungskostentyp | Kosten pro Jahr |
|---|---|
| Montage | ca. 300 Euro (einmalig) |
| Filterwechsel (Vor- + Nachfilter) | ca. 25-100 Euro |
| Membranwechsel | ca. 15-50 Euro |
| Keimkontrolluntersuchungen und Funktionskontrollen | ca. 50-200 Euro |
Die Montagekosten können Sie sich eventuell noch sparen, wenn Sie einigermaßen handwerklich begabt sind. Der Zulauf der Anlage muss an die Wasserleitung, das Abwasser ans Abwasserrohr.
Auftischgeräte brauchen zudem keine Installation, sind aber deutlich teuer, verbrauchen oft mehr Strom und sind unpraktisch, da Sie die Wasserbehälter regelmäßig austauschen müssen.
Wie Sie sich vorstellen können, verschließen die gefilterten Stoffe mit der Zeit die Poren der Filter, weshalb Sie diese regelmäßig, spätestens jedoch nach 6-12 Monaten austauschen müssen. Die Osmosemembran hingegen sollten Sie alle 2 Jahre wechseln. Das sind im Jahr im Schnitt gute 15-50 Euro.
Rechnen wir die Kosten für die nötigen Filter- und Membranwechsel sowie die Kontrolluntersuchungen zusammen, so kommen wir auf jährliche Wartungskosten von stolzen 90-350 Euro.
Da geht also schon ein großer Teil Ihrer Einsparungen durch den Verzicht auf Wasserflaschen drauf.
Wichtig: Vergessen Sie nicht, dass hier noch die Anschaffungskosten (der eigentlichen Anlage, eventueller Druckerhöhungspumpen und Keimsperren) sowie die Betriebskosten (Strom- und Wasserkosten) hinzukommen!
Eins ist klar: Ihr. Geldbeutel. Wird’s. Ihnen. Nicht. Danken.
Ihre Nerven auch nicht.
Nachteil #7: Zeit ist Geld – Osmosefilter arbeiten langsam
Normalerweise filtern Osmoseanlagen nur einen Liter Leitungswasser in 5-10 Minuten. Zum Vergleich: Allein zum Geschirrspülen benötigt ein Mensch in Deutschland im Durchschnitt 7 Liter pro Tag.
„Zum Glück“ (Keimgefahr!) haben viele Osmoseanlagen einen Vorratstank mit Platz für 10-12 Liter Wasser. Je nach Menge des Geschirrs kann also nach einem Spülgang auch erstmal Schicht im Schacht sein.
Dann heißt’s abwarten und Tee trinken. Tee trinken braucht aber ebenso Osmosewasser, also heißt’s wohl doch nur „abwarten“.
Sind Sie eine geduldige Person?
Ca. 24 % aller Menschen in Deutschland würden sich jedenfalls als ungeduldig einschätzen.
Für diese Personen wäre eine Osmoseanlage allein schon aus diesem Grund eher nicht geeignet.
Natürlich besteht auch die Möglichkeit, dass Sie sich eine Direct-Flow-Anlage besorgen und auf den Vorratsfilter verzichten. Diese kann 1 Liter RO-Wasser pro Minute herstellen, doch dafür nur maximal 90 % der Fremdstoffe herausfiltern.
Und die rigorose Filterung ist schließlich der Hauptgrund für viele, sich eine Osmoseanlage zu holen.
Entscheiden Sie sich also für die Variante mit Vorratsfilter, stehen Sie neben dem Geld- und Zeitmangel einem weiterem Mangel gegenüber: Platzmangel.
Nachteil #8: Ein Wasserfilter für Umkehrosmose braucht viel Platz
Was verstauen Sie unter der Küchenspüle? Bei uns sind das:
- Mülleimer
- Geschirrspülmittel
- Geschirrspültabs
- Lappen
- Küchentücher
- Küchenrollen
- Glasreiniger
- Zitronensäure
- Handschuhe
- Reinigungskugeln
- Parkettreiniger
- weitere Produkte
Was verstauen Besitzer einer Osmoseanlage unter ihrer Küchenspüle? Wenig:
- Osmoseanlage
- ein paar reingequetschte Reinigungsmittel
- nichts mehr, da kein Platz
Von diesem kostbaren Stauraum können Sie sich also so gut wie verabschieden. Dem Vorratstank sei Dank! Noch weniger Platz haben Sie, wenn noch ein zweiter Wasserhahn bei der Anlage inkludiert wurde (damit Filterwasser und ungefiltertes Wasser sich nicht vermischen können).
Nachteil #9: Osmosewasser schmeckt sauer
Geschmack ist subjektiv. Doch gibt uns der pH-Wert einen objektiven Maßstab, um einzuschätzen, wie sauer bzw. alkalisch eine Lösung ist.
Gut zu wissen:
Der pH-Wert liegt zwischen 0 (stark sauer) und (14 stark alkalisch). Neutrales Wasser hat einen pH-Wert von 7.
Durch die gründliche Filterung vieler Ionen während der Umkehrosmose verändert sich der pH-Wert des Filterwassers im Vergleich zum Rohwasser. Der pH-Wert landet meist zwischen 5,3 und 6 und wird somit objektiv gesehen sauer!
Gute Nachrichten: Gesundheitlich ist zumindest dieser Umstand bei Osmoseanlagen unbedenklich, da das Osmosewasser aufgrund des „leer gefilterten“ Zustands lediglich Kohlendioxid aus der umgebenden Luft anzieht und dabei Kohlensäure entsteht. Das begründet den sauren Zustand.
Normalerweise würde das bisschen an Kohlendioxid keinen Effekt auf den pH-Wert haben, doch wegen der „Reinheit“ des Osmosewassers kommt es zu einem kleinen, aber merklichen Umschwung beim pH-Wert.
„Da in den westlichen Gesellschaften viele Menschen noch stets überwiegend saure Ernährungsweisen praktizieren (tierische Proteine, Alkohol, Softdrinks), ist ihr Körper oft übersäuert. Ist das bei Ihnen genauso, so empfinden Sie den Geschmack von Osmosewasser wahrscheinlich als sauer!“
Rista Petrović, Gründer von Aqua Unimat®
Auf welche Lösungsidee kamen also die Herstellerfirmen von Osmoseanlagen?
Richtig: Nachfilter zur Remineralisierung und Geschmacksverbesserung. Die sind aber leider auch nicht das Gelbe vom Ei, wie ich Ihnen weiter oben bereits erläutert habe.
„Nachteil über Nachteil … Nimmt denn das kein Ende?“, fragen Sie sich bestimmt.
Gleich! Einen großen Nachteil der Umkehrosmose gibt es noch!
Nachteil #10: Die Umkehrosmose eignet sich nur bedingt zum Entkalken von Wasser
Obwohl ein Osmosefilter den Kalk herausfiltert, eignet er sich nicht für die Wasserenthärtung. Zugegeben, das klingt widersprüchlich.
Lassen Sie mich es Ihnen darum kurz erklären!
Je härter Ihr Trinkwasser ist, desto schneller nutzt sich die Osmosemembran ab. Für Sie bedeutet das ständige, teure Membranwechsel.
Weiterhin kann hartes Wasser bei unsachgemäßer Wartung Ihr Umkehrosmosesystem verstopfen und sogar beschädigen. Eine geschädigte Membran ist nutzlos, denn sie erlaubt kleinen Mikroorganismen die Passage.
„Bestehen Sie trotzdem auf den Ewerb einer Osmoseanlage, so empfehle ich Ihnen ein kombiniertes Setup. Sie sollten einen Ionentauscher vor die Osmoseanlage schalten. So erreicht deutlich weicheres Wasser die Osmosemembran, wo es von den restlichen ungeliebten Inhaltsstoffen befreit wird.“
Rista Petrović, Gründer von Aqua Unimat®
Meistens reicht aber eine Entkalkungsanlage mit Salz vollkommen aus (eine Enthärtungsanlage ohne Salz ist nicht wirksam). Denn deutsches Leitungswasser ist generell hoher Qualität. Das jedenfalls bezeugen das Umweltbundesamt, die Verbraucherzentrale oder der SWR.
Führen Sie also nur im Zweifel zunächst eine Wasserprobe durch. Alternativ können Sie sich das Geld hierfür wahrscheinlich sparen und stattdessen einfach nur eine Wasserenthärtungsanlage erwerben.
Wünschen Sie sich eigentlich vor allem weiches Wasser?
Wir helfen Ihnen gerne. Unsere Entkalkungsanlagen lösen jedes Wasserhärteproblem – nachhaltig, preiswert und effizient.
Fazit: Die Umkehrosmose hat unverdiente Lorbeeren geerntet
Teuer, langfristig ungesund, ineffizient – das ist leider das ernüchternde Fazit, das wir bzgl. Osmoseanlagen und Osmosewasser ziehen müssen.
Die Beweislage ist erdrückend. Renommierte Forscher, die WHO und anerkannte Verbraucherorganisationen raten überwiegend von der Nutzung von Osmoseanlagen ab – und Aqua Unimat schließt sich dem an.
Natürlich bleibt es stets Ihre Entscheidung, ob Sie trotzdem lieber anderen Nutzern von Osmoseanlagen Ihr Vertrauen schenken wollen. Ab jetzt tun Sie dies jedenfalls gut informiert.
Unsere Empfehlung ist klar: Schonen Sie Ihren Geldbeutel, Ihre Gesundheit und Ihre Nerven. Erwerben Sie stattdessen eine Entkalkungsanlage mit Salz, die Ihr Kalkproblem für Sie lösen wird.
Erwägen Sie statt einer Osmoseanlage nun doch eine Enthärtungsanlage?
Wir beraten Sie gratis & unverbindlich. Informieren Sie sich gerne über unser Produktangebot und nehmen Sie Kontakt mit uns auf.
FAQ: Nachteile der Umkehrosmose und des Osmosewassers
Was ist Umkehrosmose?
Die Umkehrosmose ist ein Verfahren zur Wasseraufbereitung, bei dem Wasser unter Druck durch eine semipermeable Membran gepresst wird, um enthaltene Verunreinigungen zu entfernen. Die Membran hält Moleküle und Partikel größer als Wassermoleküle zurück, was zu stark gefiltertem Wasser führt.
Was ist eine Osmoseanlage?
Eine Osmoseanlage ist ein Wasserfiltersystem, das auf dem Prinzip der Umkehrosmose basiert. Es besteht aus einer semipermeablen Membran, die Verunreinigungen wie Schwermetalle, Bakterien und Chemikalien herausfiltert, während sauberes Trinkwasser erzeugt wird. Diese Anlagen werden häufig zur Wasseraufbereitung in Haushalten, Gewerbebetrieben und Industrieanlagen eingesetzt.
Kann man Osmosewasser bedenkenlos trinken?
Auf kurze Sicht ist es in der Regel nicht gefährlich, Osmosewasser zu trinken, da es von den meisten Verunreinigungen befreit ist. Allerdings verliert es bei der Filterung auch wichtige Mineralien. Daher ist es ratsam, diese durch eine ausgewogene Ernährung oder Nahrungsergänzungsmittel auszugleichen. Einen langfristigen Konsum sollten Sie jedoch laut der Weltgesundheitsorganisation vermeiden.
Wie lange hält eine Umkehrosmoseanlage?
Die Lebensdauer einer Umkehrosmoseanlage hängt von verschiedenen Faktoren ab, darunter die Qualität der Anlage, die Wartung und die Wasserqualität. In der Regel können hochwertige Systeme mehrere Jahre lang halten, oft zwischen 5 und 10 Jahren, bevor Sie sie möglicherweise reparieren oder austauschen müssen. Eine regelmäßige Wartung kann die Lebensdauer verlängern.
Was filtert eine Osmoseanlage?
Eine Osmoseanlage filtert verschiedene Verunreinigungen aus dem Wasser, einschließlich
- Schwermetalle,
- Pestizide,
- Chlor,
- Bakterien und
- Medikamentenrückstände
Durch die semipermeable Membran werden unerwünschte Substanzen zurückgehalten, während sauberes Trinkwasser durchgelassen wird.
Aqua Unimat Gründer
Rista Petrović
Rista Petrović, Aqua Unimat Gründer, hat bereits mehr als 25 Jahre Erfahrung in der Wasserenthärtung gesammelt. Als langjähriger Wasserprofi kennt er alle Tipps und Tricks und verrät sie Ihnen in seinen Artikeln.
Ratgeber: Wasser enthärten