Entkalkungsanlage | 11 Minuten Lesezeit
Wasserenthärtung mit Ionentauscher: Alles, was Sie wissen sollten (& mehr)
Verfasst von Rista Petrović – Inhaber von Aqua Unimat e. K.
Was haben die folgenden Aussagen gemeinsam?
„Ionentauscher erhöhen bei der Wasserenthärtung den Natriumgehalt im Wasser, sodass die Umwelt stark belastet wird“, „Ionentauscheranlagen sind teuer und unerschwinglich“ oder „Enthärtung ist nur für große Haushalte relevant“.
Genau zwei Dinge.
Erstens habe ich diese Sätze in meinen über 25 Jahren in der Enthärtungsbranche bereits tausende Male über (auch unsere) Wasserenthärter bzw. Ionenaustauscher gehört.
Zweitens handelt es sich um pauschalisierende Aussagen, die einen komplizierten Sachverhalt radikal vereinfacht und dadurch falsch darstellen.
Doch was stimmt dann wirklich?
Das und vieles mehr erfahren Sie in diesem umfassenden Artikel, der Ihnen ein studienbasiertes Wissen über den Ionentausch zur Entkalkung geben wird!
Lesen Sie den Artikel am besten bis zum Ende! Denn so können Sie sich bei der Entscheidung, eine Enthärtungsanlage zu erwerben, auf der sicheren Seite wähnen und viel Geld (& Nerven) sparen.
Viel Spaß beim Lesen!
Inhaltsverzeichnis
- Die Funktion des Ionenaustauschers: Wie das Harz Kalzium- und Magnesiumionen (Kalk) aus Ihrem Trinkwasser entfernt
- Kalkfrei leben: die Vorteile der Wasserenthärtung mit Ionentauschern
- Kapazität im Fokus: Wählen Sie Ihren Ionentauscher basierend auf seiner Leistung
- Ein gutes Investment? Übersicht über alle Kosten bei Ionentauschern
- Vor- & Nachteile anderer Verfahren: Warum Ionentauscher am besten sind
- Welche Nachteile Ionenaustauscher zur Wasserenthärtung haben können (und welche nicht stimmen)
- Fazit: Ionentauscher sind die einzige effektive Lösung gegen Kalkprobleme
- FAQ: Wasserenthärtung mittels Ionentauscher
Die Funktion des Ionenaustauschers: Wie das Harz Kalzium- und Magnesiumionen (Kalk) aus Ihrem Trinkwasser entfernt
Kalkablagerungen sind wir uns alle, die in Gebieten mit hartem Wasser leben, ein leidiges Thema. Wenn Sie es ebenfalls satthaben, ständig hartnäckigen Kalk entfernen zu müssen und eine informierte Kaufentscheidung treffen möchten, sollten Sie vorher den Ionenaustauschprozess verstanden haben.
Begeben wir uns also in die Welt der Chemie (ja, ich weiß, Chemie ist nicht jedermanns Lieblingsfach zu Schulzeiten gewesen).
Ein elektrisch geladenes Atom oder Molekül heißt Ion – So viel wissen die meisten von uns wahrscheinlich noch! Weiter unterscheiden wir zwischen:
- Kationen: positiv geladene Ionen
- Anionen: negativ geladene Ionen
Salze, Laugen, aber auch Säuren bestehen aus Ionen. Ionen befinden sich ebenfalls in unserem Trinkwasser. Zu diesen gehören die positiv geladenen Magnesium- (Mg2+) und Kalziumionen (Ca2+), die die Wasserhärte in unseren Leitungen ausmachen.
Darum möchten wir genau diese Ionen gerne aus unserem Wasser bekommen. Doch wie schaffen wir das?
Richtig: Durch den Ionen(aus)tausch!
Bei der Wasserenthärtung via Ionenaustausch kommt es zum Kationenaustausch. Denn die Entkalkungsanlage entfernt festgelegte Mengen an Kalzium- und Magnesiumkationen (den Kalk) aus Ihrem Leitungswasser und ersetzt diese mit Natriumionen (Na+).
Die Reaktionsgleichung für den Austausch der Kalziumionen sieht wie folgt aus:
Ca(HCO3)2 + Na2R ——> CaR + 2NaHCO3
Die Reaktionsgleichung für den Austausch der Magnesiumionen sieht wie folgt aus:
Mg(HCO3)2 + Na2R ——> MgR + 2NaHCO3
Chemische Formeln sind natürlich sehr trocken. Daher folgt jetzt eine praktischere Erklärung, die ich Ihnen geben würde, wenn Sie mich nach der Funktion bzw. Funktionsweise unserer Ionenaustauscher fragen würden.
Der Ionenaustausch verläuft in 4 sich wiederholenden Schritten:
- Regeneration: Die Natriumchloridlösung (=Kochsalzlösung) strömt durch das Gerät und belädt das Austauscherharz (bzw. leitfähige Polymere) in der Wasseraufbereitungsanlage mit Natrium. Das Salz kommt über Regeneriersalztabletten ins Spiel. Darum nennt man Ionentauscher auch „Entkalkungsanlagen mit Salz“.
- Entkalkung: Leitungswasser strömt durch Ihr Gerät, die entfernten Ca- und Mg-Ionen bleiben dabei am natriumbeladenen Austauscherharz haften, um dann mit den Na-Ionen ausgetauscht zu werden.
- Ionenaustausch: Natrium geht für die Ca-Ionen und Mg-Ionen ins Wasser.
- Erschöpfung: Sobald kein Natrium am Harz mehr übrig bleibt, das Austauscherharz also komplett mit Magnesium und Kalzium behängt ist, ist die Kapazität Ihres Ionentauschers für die Wasserenthärtung erschöpft. Die im Gerät verbleibende Lösung aus Kalzium, Magnesium und Chlorid wird über den Abwasserschlauch ins Abwasser gespült.
Danach geht die Regeneration wieder von vorne los. Logisch, oder?
Gut zu wissen:
Bei Ionentauschern unterscheiden wir zwischen einsäuligen und zweisäuligen Anlagen. Während einsäulige Fabrikate aus einer Entkalkersäule mit Harz und einem Salzbehälter bestehen und ca. 1x die Woche nachts regenerieren müssen, arbeiten zweisäulige Anlagen rund um die Uhr.
Achtung: Bei einer Enthärtung um 1 °dH werden ca. 8,2 mg/l Natrium in Ihr Wasser abgegeben. Um im enthärteten Wasser den von der TrinkwV maximal zugelassenen Wert von 200 mg/l Natrium einzuhalten, können Sie das Wasser daher höchstens um 24 °dH weicher machen. Hinzu kommt, dass auch schon Rohwasser Natriummengen enthält, sodass Sie das Wasser in Wirklichkeit nur um maximal ca. 23 °dH enthärten können.
Nun ist Ihr Wasser endlich weich und Sie genießen die folgenden Vorteile …
Kalkfrei leben: die Vorteile der Wasserenthärtung mit Ionentauscher
Ein kalkarmes Wasser birgt viele Vorteile – sowohl im Haushalt als auch im geschäftlichen Umfeld.
Zum einen tun Sie Ihrer Gesundheit etwas Gutes, denn …
- Sie leiden seltener kalkbedingt an Neurodermitis, trockener Haut, Akne, Ekzemen und Juckreiz.
- Ihr Haar wird durch weniger Kalkbelastung reißfester, dicker und gebändigter.
- Sie haben weniger Verdauungsprobleme wegen harten Wassers.
- Sie erfahren die volle Wirksamkeit von Medikamenten bei der Einnahme mit weichem Wasser.
Zudem sparen Sie Geld, denn …
- Sie benötigen nur noch ca. 50 % der Menge an Wasch- & Reinigungsmitteln.
- Ihre Heizkosten sinken um ca. 10 % pro mm gelöster Kalkschicht.
- Sie sorgen für eine längere Lebenszeit aller ans Wasser angeschlossenen Geräte.
- Sie sparen Wartungskosten, denn Aqua Unimat Wasserentkalkungsanlagen sind wartungsarm.
Noch dazu sparen Sie Zeit, denn …
- Sie müssen keinen Kesselstein mehr von Wänden putzen.
- das Schrubben von Kalkflecken an Armaturen und Fliesen entfällt.
- Kalkseifen und Kalkverkrustungen sind Schnee von gestern.
- Geräte wie der Wasserkocher kommen nun auch gut ohne händische Entkalkung aus.
Sie schützen Ihre Rohre, denn …
- Kalk und kalkbedingte Korrosion können nicht mehr zu Rohrbrüchen führen.
- Ihre Leitungen bleiben dauerhaft frei von Verkalkungen.
- der Wasserdruck wird nun konstanter.
- Sie unterbinden die Keimbildung innerhalb von Verkalkungen.
Zu guter Letzt schützen Sie auch die Umwelt, denn …
- Sie benötigen weniger chemische Reinigungsmittel wie Weichspüler.
- Ihre Wäsche bleibt länger in einem guten Zustand.
- Sie senken den Energieverbrauch in Ihren Heizkörpern.
- Sie verringern durch die längere Produktlebensdauer Elektroschrott.
Hört sich doch wunderbar an, oder?
Ob sich eine Anschaffung lohnt, hängt aber natürlich auch von den Kosten ab.
Genießen Sie alle Vorteile mit einer neuen Aqua Unimat Enthärtungsanlage!
Ein Haus mit weniger Kalk bedeutet ein Leben mit mehr Geld, Energie und Zeit. Lernen Sie jetzt unsere Anlagen kennen!
Ein gutes Investment? Übersicht über alle Kosten bei Ionentauschern
Eine Wasserentkalkungsanlage auf Basis des Ionenaustauschs ist typischerweise mit folgenden Ausgaben verbunden:
| Kostenpunkt | Wert |
|---|---|
| Anlagenpreis | von ein paar hundert bis zu mehreren tausend Euro |
| Montagepreis | 200-400 Euro |
| Betriebskosten (Strom & Wasser) | ca. 0,20-0,40 Euro pro Tag |
| Jährliche Wartungskosten | 100-200 Euro |
| Regeneriersalz | 10-20 Euro pro 25 kg |
Den Anlagenpreis zahlen Sie beim Erwerb der Anlage. Für den professionellen Einbau kommt dann der Montagepreis hinzu.
So viel zu den fixen Kosten. Kommen wir zu den variablen Kosten!
Der Ionenaustauscher benötigt zur Funktion, d. h. Wasserenthärtung, selbstverständlich Strom und Wasser. Darüber hinaus müssen Sie stets einen ausreichenden Vorrat an Regeneriersalz bereitstellen können.
Zuletzt kommen bei vielen Herstellern (nicht bei Aqua Unimat!) jährliche Wartungskosten ins Spiel, und zwar sowohl bei teuren als auch bei Billiganlagen.
Und das kommt Sie teuer zu stehen. Zehn Jahre á durchschnittlich 150 Euro sind 1.500 Euro weniger in Ihrem Geldbeutel. Und schon kostet die Billiganlage nicht mehr nur die vermeintlich spottbilligen 200-500 Euro Anschaffungskosten, oder?
„Wir setzen auf Transparenz. Kein Kleingedrucktes. Nur feste Preise. Alles schwarz auf weiß. Unsere Google-Bewertung von 4,9 beweist: Ehrlich währt am längsten.“
Rista Petrović, Gründer von Aqua Unimat®
Bei den Premium-Wasserenthärtungsanlagen von Aqua Unimat fangen die Preise bei 1.600 Euro an. Dieser Preis ist im Markt der hochqualitativen Entkalkungsanlagen günstig, weshalb unsere Anlagen ein überzeugendes Preis-Leistungs-Verhältnis aufweisen.
Zudem fallen die jährlichen Wartungskosten weg, weil unsere Anlagen nicht nur auf dem Papier, sondern auch in der Wirklichkeit wartungsarm sind. Bei Aqua Unimat erhalten Sie Wasserenthärter bzw. Ionenaustauscher, die sich 20-35 Jahre zuverlässig um die Wasserenthärtung in Ihrem Zuhause oder Geschäft kümmern werden.
Aber: Welche Anlage passt am besten zu Ihrer Situation?
Kapazität im Fokus: Wählen Sie Ihren Ionenaustauscher basierend auf seiner Leistung
„Unser Familienunternehmen Aqua Unimat bietet Enthärtungsanlagen hoher Qualität für die Bedürfnisse einer bis 20 oder mehr Personen. Bei uns erhalten Sie zur Wasserenthärtung bewusst langlebige und wartungsarme Ionenaustauscher-Anlagen – garantiert.“
Rista Petrović, Gründer von Aqua Unimat®
Genauso wie jeder Haushalt anders ist, gibt es auch verschiedene Ionenaustauscher für unterschiedliche Enthärtungsbedürfnisse.
Jeder unserer Ionenaustauscher hat für die Behandlung von Kalk bzw. Wasserhärte andere Kapazitäten. Bei der Auswahl der richtigen Aqua Unimat Weichwasseranlage sollten Sie sich an der Größe Ihres Haushaltes orientieren.
Bei unserer Onyx-Serie sieht das z. B. wie folgt aus:
1 Fam.-Haus, bis 4 Pers.
Entkalkungskapazität (m³ x °dH)
29
Maße
32 cm(B) x 53 cm(T) x 68 cm(H)
Betriebsgewicht kg
43
2-3 Fam.-Haus, 4-8 Pers.
Entkalkungskapazität (m³ x °dH)
41
Maße
32 cm(B) x 53 cm(T) x 68 cm(H)
Betriebsgewicht kg
48
4-8 Fam.-Haus, ab 8 Pers.
Entkalkungskapazität (m³ x °dH)
88
Maße
32 cm(B) x 53 cm(T) x 118 cm(H)
Betriebsgewicht kg
116
Lassen Sie unsere Ionentauscher Ihre Wasserenthärtung übernehmen
Wartungsarm, effizient, langlebig – das sind Adjektive, die unsere Anlagen bestens beschreiben. Sie möchten gerne mehr erfahren? Dann finden Sie weitere Informationen auf unserer Entkalkungsanlage-Infoseite!
Vor- & Nachteile anderer Verfahren: Warum Ionentauscher am besten sind
Wahrscheinlich wissen Sie es schon: Der Ionenaustausch ist nicht das einzige Verfahren, das bei der Wasserenthärtung eingesetzt wird. Denn Wasser kann mit Salz oder ohne Salz behandelt werden.
Die beiden wichtigsten Methoden ohne Salz sind die
- Umkehrosmose und die
- physikalische Wasserentkalkung (magnetisch mit Impfkristallen).
Wie funktionieren diese Verfahren?
Bei der Umkehrosmose wird das Wasser mit Druck durch eine synthetische halbdurchlässige Membran gepresst. Deren Poren haben einen geringen Durchmesser von circa 0,0001 Mikrometer. In der Membran sammelt sich nun das gefilterte Wasser, während das „verschmutzte“ Wasser über den Abfluss seinen Weg nach außen findet.
Die physikalische Wasserentkalkung ohne Salz funktioniert hingegen nicht. Das wissen wir (leider) selbst am besten, denn Aqua Unimat verkaufte anfangs magnetische Anlagen – mit wenig Erfolg (weshalb wir auch zu Ionentauschern gewechselt sind).
Bei der Magnetenthärtung geht das Wasser an einem Permanentmagneten vorbei, der es weicher machen soll. So sollen die Magnete die Salze im Wasser ablenken. Dann sollen sogenannte Kalkschutzanlagen mikroskopisch kleine Kristalle aus Kalk bilden. Im letzten Schritt schwimmt dann der im Wasser befindliche Kalk nur noch mit, bis er durch jede folgende Wasserentnahme aus dem Leitungsnetz ausgeschwemmt wird.
„Die magnetischen Wasseraufbereiter haben keinen Einfluss auf den pH-Wert des Wassers, die Gesamtmenge an gelösten Salzen und die Wasserhärte.“
Ashraf KOTB und A. M. Abd El AZIZ von der Faculty of Engineering Hunedoara, übersetzt aus dem Englischen (Quelle)
Würde die physikalische Wasserenthärtung funktionieren, wäre sie eine valide Methode. Doch konnte die Wirksamkeit bis heute nicht bewiesen werden. Ich habe gerade nochmals nach Studien gegoogelt, doch an diesem Umstand hat sich nichts geändert.
Mittlerweile haben das auch viele Anwender gemerkt, wie andreashaeuser auf gutefrage.net uns bestätigt:
Das Komische: Einige Verbraucher vertrauen leider trotzdem immer noch auf die magnetische Methode und googlen fleißig „magnetische wasserenthärtung“
Stellen wir die beiden alternativen Methoden nochmal gegenüber:
| Lösungsansatz | Vorteile | Nachteile |
|---|---|---|
| Osmoseanlagen | • enthärtet Wasser • geeignet für Aquarien • relativ günstig | • organische und nicht organische Fremdstoffe werden aufgehalten, „Gut“ und „Schlecht“ wird herausgefiltert • filtert nur lokal, nicht Ihren kompletten Haushalt • Osmosefilter haben viele weitere Nachteile |
| Physikalische Kalkwandler | • platzsparende Anlagen • keine Zugabe von Zusatzstoffen • geringe Betriebskosten | • senkt nicht die Wasserhärte • wissenschaftlich umstritten • kein Abbau bestehender Kalkablagerungen • erspart nicht die Reinigung von Oberflächen |
Aber wenn diese Methoden gegen Kalk doch so viele entscheidende Nachteile haben, wieso stellen manche dann Ionenaustauscher infrage?
Auch Ionentauscheranlagen haben ihre Nachteile und im Folgenden werde ich Ihnen diese transparent erklären und alle falschen Annahmen widerlegen.
Welche Nachteile Ionenaustauscher zur Wasserenthärtung haben können (& welche laut Studien nicht stimmen)
Im Prinzip höre ich in Kundengesprächen immer die gleichen Kritikpunkte an Ionentauschern, aber auch an der Wasserenthärtung allgemein:
„Ich muss regelmäßig teures Regeneriersalz kaufen.“
Ohne Salz könnte die Anlage nicht arbeiten. Bei ca. 2 Säcken Salz á 25 kg pro Jahr für einen 3 Personenhaushalt ist der Salzverbrauch jedoch niedrig. Die Kosten wären ca. 10 Euro pro Person pro Jahr, also weniger als 1 Euro pro Monat …
„Mir werden die gesunden Kalzium- & Magnesiumionen entzogen.“
Ja, das stimmt, zumindest teilweise. Aber wussten Sie auch, dass Sie ca. 20 Liter kalkigen Wassers trinken müssten, um Ihren täglichen Bedarf an diesen Mineralien zu decken? Den meisten Bedarf decken Sie in Wirklichkeit über Nahrungsmittel wie Obst, Käse, Joghurt oder Paprika, nicht über Ihr Leitungswasser.
Darüber hinaus sorgen unsere Anlagen stets dafür, dass eine Resthärte im Wasser verbleibt, das Trinkwasser also, anders als bei Osmoseanlagen, nicht komplett enthärtet wird.
„Ich habe gehört, dass meine Anlage bei längeren Standzeiten verkeimt.“
In der Tat ist die Sachlage hier nicht so simpel. So zeigte eine Studie von Simon A Parsons schon im Jahr 2000, dass die Regeneration die Keimbildung innerhalb des Wasserenthärters stark senkt.
Unser Tipp: Reinigen Sie Ihr Tauscherharz zusätzlich einmal jährlich mit einem Resin Clean Harzreiniger und Sie unterbinden effektiv etwaige Keimbildung.
„Enthärtetes Wasser führt zu einer höheren Flächenkorrosion an meinen Kupferrohren.“
Das stimmt so leider nicht. Selbst wenn dem so wäre, würde die Flächenkorrosion die Lebensdauer Ihrer Leitungen nicht wesentlich beeinflussen. Stärkere lokale Korrosion müssen Sie zudem auch nicht befürchten. Eine belgische Studie und eine britische Studie zeigen: Durch Enthärtung Ihres Wassers kommt es zu keiner intensiveren Korrosion von Metallen wie Blei, Kupfer und Zink.
„Das durch den Ionentausch ans Wasser abgegebene Natrium belastet die Umwelt.“
Ja, Salz in Süßwasser ist ungünstig und verändert das Milieu des Wassers. Doch die Menge an abgegebenem Salz spielt die Musik und die Mengen sind laut Studien vernachlässigbar.
Außerdem überschreitet das abgegebene Natrium nur in Ausnahmefällen die von der Trinkwasserverordnung maximal zugelassenen 200 mg/l. Dafür müssten Sie extrem hartes Wasser (über 30 °dH) haben und auf eine fast komplette Entkalkung bestehen.
Bei Aqua Unimat streiten wir die Salzbelastung nicht ab. Wir reden sie auch nicht schön. Doch würde ich weitere Studien zur Natriumbelastung befürworten, um Ihnen eine noch fundiertere Einschätzung geben zu können – zumal sich auch schon natürliche Natriummengen in Süßwasser befinden.
„Nach dem Ionentausch schmeckt mein Wasser salzig.“
„Salzig“ schmeckt Wasser tatsächlich auch erst bei 200 oder mehr mg Natrium pro Liter.
Achtung: Falls Sie unter Bluthochdruck oder einer anderen von der Salzeinfuhr beeinflussten Krankheit leiden, sollten Sie sich der Vorsicht halber vor der Anschaffung einer Enthärtungsanlage ärztlich beraten lassen. Das Gleiche gilt bzgl. der Ernährung von Säuglingen, die ausschließlich Flaschennahrung erhalten.
„Ein Ionenaustauscher verbraucht bei der Wasserenthärtung viel Wasser.“
Das mag früher sicherlich gestimmt haben, doch jetzt nicht mehr. Laut einer Studie der Water Quality Association verbrauchen moderne Wasserenthärter bzw. Ionenaustauscher zur Wasserenthärtung mittlerweile weniger als ein Drittel des Wassers im Vergleich zu älteren Modellen.
Aufgrund aller genannten Tatsachen ist und bleibt folgendes das für uns unbestreitbare …
Fazit: Ionentauscher sind die einzige effektive Lösung gegen Kalkprobleme
Auch eine jüngere dänische Studie zeigt: Es gibt derzeit (Stand 2021) keine Enthärtungsmethode, die positiv auf sämtlichen Wasserqualitätsdimensionen punkten kann.
Der Einsatz von Ionentauschern zur Wasserenthärtung stellt für komplette Haushalte oder Geschäfte jedoch die einzige wirkungsvolle Lösung dar. Die Hauptgründe hierfür sind, dass Osmoseanlagen Wasser leider nur lokal enthärten können (z. B. nur die Spüle in der Küche) und die physikalische „Wasserentkalkung“ schlichtweg nicht funktioniert.
Bei der Anlagenauswahl sollten Sie nicht nur auf den Preis achten, sondern auch auf den Kundenservice und die Notwendigkeit kostspieliger jährlicher Wartungen. Denn wie sagt schon das Sprichwort: „Wer billig kauft, kauft zweimal!“ – besonders bei der Wasserenthärtung!
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FAQ: Wasserenthärtung mittels Ionentauscher
Was versteht man unter Ionenaustausch bei der Wasserenthärtung?
Der Ionenaustausch zur Wasserenthärtung ist der Austausch von Kalzium- und Magnesiumionen gegen Natriumionen auf einem Harzmedium innerhalb der Entkalkungsanlage. Durch diesen Prozess wird hartes Trinkwasser enthärtet, da die Härtebildner Kalzium und Magnesium am Tauscherharz hängen bleiben und auf diesem Weg Ihr Leitungswasser verlassen.
Wie funktioniert eine Enthärtungsanlage?
Das zugrunde liegende Enthärtungsverfahren bestimmt, wie eine Enthärtungsanlage funktioniert. Zu den gängigen Methoden gehören Ionenaustausch, Umkehrosmose und Elektromagnetismus (physikalische „Wasserentkalkung“). Während Ionenaustausch und Umkehrosmose nachgewiesen entkalken, bleibt die Wirksamkeit der physikalischen „Wasserenthärtung“ umstritten und ohne wissenschaftlichen Beweis.
Die Umkehrosmose nutzt eine semipermeable Membran zur Kalkfiltration aus Trinkwasser. Ein Problem besteht darin, dass Osmoseanlagen nicht nur Kalk, sondern auch wertvolle Mineralien wie Magnesium und Zink fast vollständig entfernen. Elektromagnetische Hochfrequenzfelder sollen der Theorie nach bei der physikalischen „Entkalkung“ Kalkablagerungen verhindern.
Unsere Wasserenthärtungsanlagen sind Ionenaustauscher, die Wasser durch Ionentausch auf Basis von Regeneriersalz weicher machen. Sie tauschen Ionen aus: Kalzium- und Magnesiumionen, die Kalk bilden, werden herausgefiltert, während Natriumionen ihren Platz einnehmen. Ein großer Vorteil besteht für Sie darin, dass Sie genau festlegen können, welche Restkalkmenge im Wasser verbleiben soll.
Was sind die Nachteile einer Wasserenthärtungsanlage?
Die Nachteile hängen mit der zugrunde liegenden Enthärtungsmethode zusammen. So können Osmoseanlagen nur lokal, beispielsweise gesondert in der Küche, das Wasser behandeln. Zudem filtern sie „so gut wie alles“ aus dem Wasser, sodass nur gering(st)e Mengen an gesunden Restmineralien übrig bleiben. Der größte Nachteil von physikalischen Kalkwandlern ist, dass deren Wirksamkeit nie nachgewiesen werden konnte.
Die Nachteile bei Ionentauschern sind, dass beim Enthärtungsprozess Natrium und Chlorid ans Wasser und letzten Endes an die Umwelt abgegeben werden. Es besteht jedoch kein wissenschaftlicher Konsensus darüber, in welchen Maßen diese Natriummengen die Umwelt belasten. Ein weiterer (kleiner) Nachteil ist, dass Sie bei Bedarf Regeneriersalz nachfüllen müssen, was jedoch nur wenige Euro und Minuten pro Jahr kostet.
Wie häufig muss das Harz ersetzt werden?
Die Häufigkeit des Harzaustauschs in Ionentauschern hängt von der Wasserhärte, dem individuellen Verbrauch und vor allem der Qualität des Harzes ab. Bei billigen Ionentauschern fällt ein Austausch in der Regel alle 1-2 Jahre an, wenn das Harz keine effektive Enthärtung Ihres Wassers mehr gewährleisten kann.
Aufgrund der hohen Qualität unserer Wasseraufbereitungsanlagen und dem verwendeten LEWATIT® TP 107 Harz auf Polyacrylatbasis müssen Sie sich keine Gedanken über Ihr Tauscherharz machen. Bei Aqua Unimat müssen Sie das Granulat nie wechseln. Zudem genießen Sie 30 Jahre lang Ihre Garantie aufs Granulat.
Wie baue ich einen Ionentauscher ein?
Der Selbsteinbau erfolgt in den folgenden 6 Schritten:
- Vorbereitung: Wählen Sie einen geeigneten, kühlen (5-15 °C, und frostfreien Aufstellungsort. Installieren Sie einen Rückspülfilter zum Schutz des Austauscherharzes vor Verschmutzung. Tipp: Achten Sie auf Staubfreiheit, um Keimbildungen zur vermindern.
- Verrohrung vorbereiten: Der Einbau erfolgt nach der Wasseruhr und dem Hauswasserfilter im Rohrleitungsnetz. Stellen Sie sicher, dass es einen Kanalanschluss in der Nähe gibt.
- Montage des Anschlussblocks: Gehen Sie über zum Einbau der Anschlussarmatur und der Befestigung des Abwasseranschlusses.
- Ionenaustauscher anschließen: Verbinden Sie den Ionentauscher mit dem Montageblock und dem Abwasseranschluss.
- Inbetriebnahme: Nehmen Sie die Weichwasseranlage in Betrieb.
- Einstellung der Verschneidung: Stellen Sie die gewünschte Resthärte ein.
Empfehlung: Engagieren Sie unsere Montage-Profis um eine fachgerechte Installation Ihrer Anlage zu gewährleisten. Eine unsachgemäße Montage kann für Sie kostspielige Folgen haben.
Aqua Unimat Gründer
Rista Petrović
Rista Petrović, Aqua Unimat Gründer, hat bereits mehr als 25 Jahre Erfahrung in der Wasserenthärtung gesammelt. Als langjähriger Wasserprofi kennt er alle Tipps und Tricks und verrät sie Ihnen in seinen Artikeln.
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